„Sex and Crime“ in der Wildnis Minnesotas

Lesung von Elli H. Radinger beim Brücke-Stammtisch
Die Schriftstellerin Elli H. Radinger war zu einer Lesung aus ihrem neuesten Buch "Minnesota Winter" beim Deutsch-Amerikanischen Klub "Die Brücke" Gießen-Wetzlar im Hotel Köhler zu Gast

Die Schriftstellerin Elli H. Radinger war zu einer Lesung aus ihrem neuesten Buch „Minnesota Winter“ beim Deutsch-Amerikanischen Klub „Die Brücke“ Gießen-Wetzlar im Hotel Köhler zu Gast

GIESSEN/MITTELHESSEN (rge/ger/rg), Um „Sex and crime“ in der Wildnis von Nordamerika drehte sich der Stammtisch des Deutsch-Amerikanischen Klubs „Die Brücke“ Gießen-Wetzlar im Hotel Köhler in Gießen. Gast war am Mittwochabend im Oktober die Schriftstellerin und Wolfsexpertin Elli H. Radinger, die aus ihrem neuesten Buch „Minnesota Winter“ – Eine Liebe in der Wildnis“ las. Vor den Zuhörern ging sie dort unter anderem mit einem Augenzwinkern der Frage nach „Wie zieht man sich sexy bei -30 Grad an?“.

 

In ihrem autobiografischen Roman machte sie die Brücke-Gäste neugierig, warum man freiwillig in eine Blockhütte ohne Strom und fließendes Wasser mitten ins amerikanische Niemandsland und mitten in ein Revier eines Wolfsrudels zieht. Man hört auf das „Trommeln des Herzens“ ganz nach dem Motto „Lebe gefährlich“, lautete die Antwort auf die ungestellte Frage. Das hörte sich spannend an und das war es dann wohl auch gewesen, denn der Roman beinhaltete neben viel Naturleben auch die unkalkulierbaren Gefühlswelten von Beziehungen. Die Romantik verflog schnell und neben Herzschmerz im Gemüt und Muskelkater durch ungewohnte Arbeiten lernte sie bei der Beerensuche, dass man als Mensch schneller als ein Bär laufen kann. Der „Traummann“ entpuppte sich zudem nach einiger Zeit als auf sich bezogener Naturmensch, zu dessen erster Wahl die Jagd und der Sport und weniger die frauliche Romantik unterm Nordlicht gehörte. Die Zuhörer lernten aber auch sonst einiges im Romanstoff, falls sie auch einmal das Fernweh zur wilden Natur packen sollte. Dass man aber auf einem Plumpsklo in der Wildnis auf Bären und Moskitos aufpassen muss, ist in Mittelhessen glücklicherweise nicht zu erwarten, wurde lachend notiert. Wie die Liebe in Minnesota endete wollte die Herausgeberin eines Wolfsmagazins aber nicht ganz verraten, dass sollte man schon im Buch nachlesen. Dramatisch wird es auf jeden Fall bis sie wieder glücklich in Deutschland ist.

 

Beim nächsten Brücke-Stammtisch am Mittwoch, 5. November um 19.30 Uhr im Hotel Köhler wird die Auswanderung von Gießenern und ihre Rolle im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg beleuchtet. Gast ist dann der Historiker Prof. Dr. Holger Thomas Gräf von der Philipps-Universität Marburg und beim Hessischen Landesamt für Geschichtliche Landeskunde.

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