Bauern in Mittelhessen feierten Kreiserntedankfest

Hessischer Bauernverbands-Vize: „Jeder Landwirt nimmt den Tierschutz sehr ernst.“
vlnr. Die Hessische Milchköniging Svenja Löw und der Vize-Präsident des Hessischen Baunerverbandes Armin Müller gratulierten den erfolgreichen Absolventen Anna Maren Prinz aus Schöffenbgrund-Oberwetz (Betriebswirtin Agrarwirtschaft), Jonas Gebauer aus Rabenau-Rüddingshausen (Wirtschaftsprüfer) und Matthias Bena aus Biebertal-Frankenbach (Landwirt) gemeinsam mit dem Präsidenten des Bauernverbandes Gießen/Wetzlar/Dill und der Apfelweinkönigin des Landkreises Gießen, Julia Dern beim Kreiserntedankfest in der Limeshalle Grüningen.

vlnr. Die Hessische Milchköniging Svenja Löw und der Vize-Präsident des Hessischen Baunerverbandes Armin Müller gratulierten den erfolgreichen Absolventen Anna Maren Prinz aus Schöffenbgrund-Oberwetz (Betriebswirtin Agrarwirtschaft), Jonas Gebauer aus Rabenau-Rüddingshausen (Wirtschaftsprüfer) und Matthias Bena aus Biebertal-Frankenbach (Landwirt) gemeinsam mit dem Präsidenten des Bauernverbandes Gießen/Wetzlar/Dill und der Apfelweinkönigin des Landkreises Gießen, Julia Dern beim Kreiserntedankfest in der Limeshalle Grüningen.

POHLHEIM/MITTELHESSEN (rge), Mit einem Rückblick auf die Ernte 2014 und dem Ehrungen der Absolventinnen und Absolventen als Landwirte, Betriebswirtin in der Agrarwirtschaft und staatlich geprüfter Wirtschafterin fand am Samstagabend in der Limeshalle Grüningen die zentrale Erntedankfeier der Landjugend Gießen statt. Die Nachwuchsorganisation der Landwirte veranstaltete das traditionelle Fest mit Unterstützung des Kreisbauernverbandes und den Landsenioren Gießen/Wetzlar/Dill, des Landesverbandes Hessen für landwirtschaftliche Fortbildung Gießen und Grünberg, den Landfrauen Gießen sowie den Jungbauern Gießen/Lahn-Dill/Wetterau. Bei dem traditionellen bunten Abend wurden zahlreiche Grußworte übermittelt. Der Vize-Präsident des hessischen Bauernverbandes Landjugend_Kreiserntedankfest2014_MüllerArmin Müller unterstrich dabei, dass sich die Landwirte zum Tier-, Natur- und Umweltschutz bekennen. „Jeder Landwirt nimmt den Tierschutz sehr ernst.“ sagte er und forderte eine Versachlichung der Diskussion um die artgerechte Tierhaltung. „Wir haben nichts zu verbergen.“ Im heimischen Raum bilanzierte er großteils sehr gute Ernteergebnisse außer auf einigen Flächen in Nordhessen, wie im angrenzenden Werra-Meißner und Schwalm-Eder-Kreis auf denen bis heute noch nicht alle Ernten eingefahren werden konnten.

 

Für die verhinderte Landrätin Anita Schneider und den Landkreis Gießen übermittelte, das Kreisausschuss-Mitglied Jan-Eric Walb die besten Wünsche. Die Apfelweinkönigin Julia Dern und der Milchkönigin Svenja Löw schlossen sich den Grüßen an. Als weitere Ehrengäste konnten die Moderatoren von der Landjugend, Maximilian Becker und Tim Holighaus, unter anderem noch die Vorsitzende der Landfrauen Gießen Christel Gontrum, Gertrud Köhler als Präsidentin der Hessischen Landsenioren und den Ehrenpräsidenten des Kreisbauernverbandes Karl Schmidt willkommen heißen. Musikalisch sorgte das Trio Kleeblatt für Unterhaltung.

 

 

Zu Beginn war die Bühne der in Trachten gekleideten jungen Frauen und Männern der Landjugend vorbehalten, die mit der Notanker Polka und der Russenpolka den festlichen Abend eröffneten.

Landjugend_Kreiserntedankfest2014_Maibaum

Kreisbauernverbands-Vorsitzender Manfred Paul lobte in seiner Rede die Arbeit der Landjugend, die wieder für eine herbstlich bunt geschmückte Halle, die Bewirtung und das abwechslungsreiche Programm gesorgt hatten. Er hob in seiner Rede, das Erntedankfest mit seiner herausragenden Bedeutung im Kirchen- und Bauernjahr hervor. Wie schon immer, war auch die diesjährige Ernte vom Witterungsverlauf abhängig. Das führte zu unterschiedlichen Erträgen und Qualitäten. Raps und Wintergetreide kamen gut durch den Winter. Im Verlauf des Jahres war es zunächst zu trocken und im Spätsommer zu nass. Das erschwerte in Teilen Hessens die Erntearbeiten. Kritik gab es von ihm an den agrarpolitischen Vorgaben der EU durch die angekündigte Agrarreform GAP. Er bezeichnete die Reform als „Bürokratiemonster“, die zu unnötigen Kosten, mehr Reglementierung und damit zur Schwächung der heimischen Landwirtschaft im internationalen Wettbewerb führen werden, so seine Befürchtungen. Und auch den kleinen und mittelständigen bäuerlichen Betrieben droht durch die Verschärfung der Gesetze der Bundesreregierung in der Lagerung von Jauche und Gülle das aus. „Übrig bleiben Großbetriebe, die man doch eigentlich nicht will.“ sagte er im Hinblick auf die prognostizierten hohen Kosten. Fallende Preise, die die Erträge der Landwirte schmälern, machen ihm und seien Berufskollegen ebenfalls große Sorgen. „Wo bleibt in diesem Jahr die Ankündigung der Bäckerinnung, dass die Brotpreise sinken?“ fragte er in Richtung der Bäckerzunft aufgrund der fallenden Brotweizenpreise von bis zu 15 Prozent. Und auch bei den Schweinepreisen sanken die finanziellen Erträge im Vergleich zum Vorjahr um satte 20 Prozent. Ähnlich sieht es bei den Milcherzeugnissen aus. Eine Kostendeckung sei so nicht möglich, unterstrich er. Der „Tag des offenen Hofes“ sei eine erfolgreiche Aktion, für die Arbeit unserer Landwirtschaft in der Öffentlichkeit zu werben. Er dankte dabei besonders den Bauernfamilien Hans und Thorsten Krug in Heuchelheim und Familie Schadeck in Langsdorf für ihre diesjährigen Aktionen. Nahrung sei in vielen Regionen der Erde weiter eine Überlebensfrage für die Menschen, wenn auch nach Angaben der Welternährungsorganisation in Rom und der Welthungerhilfe die Zahl der Hungernden leicht zurückgehe.

 

Gemeinsam mit dem Vizepräsidenten des Hessischen Bauerverbandes Armin Müller konnte Paul anschließend erfolgreichen Absolventen in landwirtschaftlichen Berufen mit Urkunden und Geschenken gratulieren. Als Absolvent im Ausbildungsberuf „Landwirt“ wurde Matthias Bena aus Biebertal-Frankenbach, als staatlich geprüfte Betriebswirtin in der Fachrichtung Agrarwirtschaft Anna Maren Prinz aus Schöffengrund-Oberwetz und als staatlich geprüfter Wirtschafter Jonas Gebauer aus Rabenau-Rüddingshausen Anerkennung ausgesprochen.

 

 

Mit dem Wiesn-Hit „Wenn der Maibaum, wieder am Dorfplatz steht“ brachte die Landjugend den Tanzboden dann zum Beben und die Gäste zum Mitklatschen. Für den Bändertanz gab es noch einmal besonders viel Applaus. Am Ende des offiziellen Programms wurde bis nach Mitternacht in der Limeshalle getanzt und gefeiert.

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