Luthers Frau, Katharina von Bora: Flucht hinter Heringsfässern

Christel Lahm hielt Vortrag in Heimatstube Pohlheim

Christel Lahm (rechts) berichtete im ersten Erzählnachmittag im Jahr 2015 in der Heimatstube Pohlheim über das Wirken der Ehefrau des Reformators, Dr. Martin Luther, Katharina von Bora (1499-1552)

Christel Lahm (rechts) berichtete im ersten Erzählnachmittag im Jahr 2015 in der Heimatstube Pohlheim über das Wirken der Ehefrau des Reformators, Dr. Martin Luther, Katharina von Bora (1499-1552)

POHLHEIM/MITTELHESSEN (rge/ger/rg), Die Frau des Reformators Dr. Martin Luther, Katharina von Bora (1499-1552), stand im Mittelpunkt des ersten Erzählnachmittags im Jahr 2015 in der Heimstube Pohlheim. Christel Lahm referierte in ihrem reichlich bebilderten Vortrag über das Leben und Wirken als Nonne und ihre Zeit danach an der Seite Luthers.

Begrüßt wurden die Zuhörer in der „gut `Stub`“ der Heimatstube in Watzenborn-Steinberg von Hannelore Schmandt mit einem Gedicht. „Nun will der Lenz und grüßen“ und „Kein schöner Land“ stimmten die Frauen und Männer gemeinsam an und wurden dabei am Akkordeon von Dörte Jung begleitet. Nach Kaffee und Kuchen zeigte Christel Lahm ihren Lichtbildervortrag, in dessen Mittelpunkt die Lebensgeschichte der so genannten „Lutherin“ stand. Dabei wurde ein Leben einer Frau aus verarmten sächsischen Adelsverhältnissen nachgezeichnet, die Lesen, Schreiben und Landarbeit im Kloster Brehna und später im Zisterzienserkloster Marienthron zu Nimbschen in Sachsen-Anhalt erlernte. Das schwere Leben war zudem durch das Schweigegebot gezeichnet, so Lahm. Dort kam sie mit den Schriften von Luther in Berührung, der sich kritisch mit dem Nonnenleben auseinander setzte. Sie floh mit acht Ordensschwestern hinter Heringsfässern versteckt nach Wittenberg. Dort lernte sie Luther persönlich kennen und heiratete ihn am 13. Juni 1525, informierte Lahm. Nach dem Tod Luthers 1546 musste sie aufgrund des Schmalkaldischen Krieges und der darauf ausbrechenden Pest und Missernten fliehen und starb schließlich aufgrund eines Beckenbruchs am 20. Dezember 1552 in Torgau.

 

Dank ging vom Heimatstuben-Team an Christel Lahm für diesen anschaulichen Bericht über die Zeit der Reformation und das Schicksal von Katharina von Bora im Besonderen.

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