Dorf-Güller-Straße in Garbenteich – „Gefährlich eng!“

Diskussionen über geplante Sanierung der Dorf-Güller-Straße

Eng geht’s zu auf der Dorf-Güller-Straße in Garbenteich

Eng geht’s zu auf der Dorf-Güller-Straße in Garbenteich

POHLHEIM/MITTELHESSEN (rge/ger/rg), Bei der kurzfristig anberaumten Anliegerversammlung zur geplanten Sanierung der „Dorf-Güller-Straße“ in Garbenteich waren zahlreiche betroffene Anwohner gekommen. In den Admonter Stuben stellten sich dabei Ralf Zimmer von dem mit der Planung beauftragten Lindener Büros „Kolmer & Fischer“ sowie Bürgermeister Udo Schöffmann den Fragen der Bürgerinnen und Bürger und stellten die geplanten Maßnahmen zur nötig gewordenen Grundsanierung von Kanal und Wasserleitungen sowie zum Straßenbau vor. Die Anwohner artikulierten dabei -teils emotional- ihre Wünsche. Aufgrund der Enge der Straße im Bereich oberhalb der Kirche kommt es immer wieder zu gefährlichen Begegnungen zwischen Bussen und LKW wurde berichtet und dabei die Stadtverantwortlichen angeregt über eine Einbahnstraßenregelung nachzudenken.

 

Pohlheims Bürgermeister Udo Schöffmann (3.von links) hört aufmerksam dem Planer für die Sanierung der Dorf-Güller-Straße in Garbenteich vom Planungsbüro Kolmer & Fischer, Ralf Zimmer (rechts) zu.

Pohlheims Bürgermeister Udo Schöffmann (3.von links) hört aufmerksam dem Planer für die Sanierung der Dorf-Güller-Straße in Garbenteich vom Planungsbüro Kolmer & Fischer, Ralf Zimmer (rechts) zu.

Die Straße sei in einem schlechtem Zustand, daher werde auf Grundlage eines Grundsatzbeschlusses der Stadtverordnetenversammlung die Dorf-Güller Straße zwischen Friedhofstraße und Ecke Watzenborner Straße komplett saniert werden, kündigte Bürgermeister Schöffmann in seiner Begrüßung an. Straße, Kanal und Wasserleitungen werden saniert. Bei mehren Hauptanschlüssen von Wasser und Kanal pro Grundstück müssten die Hausbesitzer die zusätzlichen Kosten tragen, bis zum Zähler an der Grundstücksgrenze entstünden für einen Anschluss keine Kosten. Die Straße werde grundhaft saniert, so die jetzigen Planungen. Auf sechs Meter Fahrbahnbreite schließen sich neben dem Asphalt für den Kraftfahrzeugverkehr nur durch eine Entwässerungsrinne getrennt, der Weg für Fußgänger mit Pflasterstein an. Das rief einige Fragen bei den Anwohnern hervor. „Haben Sie schon einmal den Busverkehr beobachtet?“ wurde der Planer gefragt. Bei der extremen Engstelle mit einer Breite von rund 3,75 Meter, seien schon in der Vergangenheit Hausecken abgefahren worden. Ohne Randsteine wird es noch gefährlicher, so Meinungen. Eine Einbahnstraßen-Regelung kam in die Diskussion um die Situation zu entschärfen. Parkprobleme wurden angesprochen. Bürgermeister Schöffmann wies daraufhin, dass es hier nur um die Sanierung nicht aber um die Verkehrsplanung ginge, die ganz andere Fragen aufwerfe. Zu den Kosten: Insgesamt fließen von 19 betroffenen Grundstücken 11.500 Quadratmeter in die Berechnung ein, die in Höhe von 50 Prozent von den Anwohnern zu tragen seien. 102.000 Euro Gesamtkosten werden erwartet. Kostenmäßig erwartet die Anwohner hier geschätzte 9,50 Euro auf den Quadratmeter Grundstücksgröße, informierte Steffen Becker von der Stadtverwaltung. Eckgrundstücke seien zu zwei Dritteln der Grundfläche zu beteiligen. Die Rechnungen werden erst nach der endgültigen Fertigstellung an die betroffenen Anwohner versandt. Wer die Gesamtsumme, die nicht direkt zahlen kann, wird dies auf Antrag mit einem Zuschlag von 6 Prozent ermöglicht.

 

Am Rande der Versammlung informierte der SPD-Fraktionschef, Peter Alexander, über ein aktuellen Antrag der Sozialdemokraten an die Pohlheimer Stadtverordnetenversammlung. Hierin soll die Dorf-Güller-Straße aufgrund ihrer Bedeutung als „innerörtliche Hauptverkehrsstraße“ neu eingestuft werden. Dies bedeute mehr Fördermitteln des Landes und damit weniger Kosten für die Stadt als auch für die Anwohner, begründete Alexander die SPD

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