Steine, Kinderaugen und Alltagsfluchten bei „Kunst im Rathaus“

46. Kunstausstellung eröffnet #Mittelhessen #Pohlheim
Harald Törner (links) und Pohlheims Bürger Udo Schöffmann eröffneten die 46. Ausstellung "Kunst im Rathaus" mit den Künstlerinnen vlnr. Natasa Petrov, Ute Pia Schäfer und Ulli Daschke. Für die musikalische Umrahmumg sorgte Dieter Schäfer mit selbstkomponierten Liedern.

Harald Törner (links) und Pohlheims Bürger Udo Schöffmann eröffneten die 46. Ausstellung „Kunst im Rathaus“ mit den Künstlerinnen vlnr. Natasa Petrov, Ute Pia Schäfer und Ulli Daschke. Für die musikalische Umrahmumg sorgte Dieter Schäfer mit selbstkomponierten Liedern.

POHLHEIM/MITTELHESSEN (rge/ger/rg), Erstmals eröffnete Udo Schöffmann in seiner Eigenschaft als Pohlheims Bürgermeister die aktuelle Ausstellung „Kunst im Rathaus“ am Dienstagabend in Watzenborn-Steinberg. Gemeinsam mit Ausstellungsleiter Harald Törner stellte er die in der Limes-Stadt lebenden Künstlerinnen Ulli Daschke, Natascha Petrov und Ute Pia Schäfer vor. 52 ausgesuchte Werke aus ihren Bilderwelten sind ab sofort in den Fluren der Stadtverwaltung ausgestellt. Musikalisch umrahmte Dieter Schäfer mit seiner Stimme und Gitarre die Vernissage zur 46. Kunstausstellung der Reihe. Unter den zahlreichen kunstinteressierten Gästen waren auch der Watzenborn-Steinberger Ortsvorsteher Klaus-Dieter Gimbel und Stadträtin Sabine Schelle-Brenne.

 

„Placebo“ sang der bekannte Liedermacher zu Beginn passend, denn mit ihren authentischen Werken boten die drei Künstlerinnen den Augen und Sinne der Gäste ein abwechslungsreiches Angebot das zum Nachdenken anregen soll. Das die keine Unbekannten in der Ausstellungshistorie von „Kunst im Rathaus“ sind hob Törner hervor und betonte deren künstlerisch positiven Entwicklungen. Alle waren schon einmal mit einer Auswahl ihres Schaffens zu sehen gewesen, letztmals mit je einem Werk bei der vorangegangen Großgruppen-Ausstellung. Er würdigte Ulli Daschkes Auge für die Banalitäten am Wegesrand. Steine sind diesmal in ihrer als „steinreich“ bezeichneten Reihe von qualitätsvollen Fotos, die deren Ästhetik in den Mittelpunkt des Auges des Beobachters rücken, auf Leinwand zu sehen. Sie sollen zum Erinnern und Nachdenken anregen und der Fantasie Spielraum geben, so ihre Intention. Kräftige Farben und Kontraste zeichneten die 15 Malereien in Gouache und Acryl von Natascha Petrov aus. Stellvertretend für das naturgegebene Vermögen der Malerei, hatte sie zudem zwei Bilder ihrer Kinder mitgebracht. „Kunst mit Kinderaugen“ lautete deren Titel, die das Mittel der nonverbalen Sprache als Kommunikationsmittel betonten. Ute Pia Schäfer zeigte Werke in Aquarellen und in Acryl. Landschaften und Stillleben war dabei ihr bevorzugtes Stilmittel. Ergänzt wurde ihre Beiträge durch drei Pastelle und zwei Bleistiftzeichnungen, die bis in ihre Schulzeit zurückreichten. Die anspruchsvollen Ergebnisse zeigten die ständige Weiterentwicklung ihres Malprozesses, das viel mehr sei als das einer „Hobbymalerin“. Der Ausgleich zum hektischen Alltag, bedeutet so nicht nur für Schäfer ein Grund für die Malerei. Das „Rad der Welt“ sang ihr Ehemann Dieter Schäfer und es war bezeichnend für diese Ausstellung, die für einige Momente die Betrachter zum Innehalten und Gedanken schweifen lassen aus dem Jetzt in die zeitlose Unendlichkeit entführte. Udo Schöffmann würdigte die Künstlerinnen noch einmal und danke dabei auch besonders den fleißigen Helferinnen aus der Stadtverwaltung. Die servierten am Ende den Gästen Sekt und Selters. Angestoßen wurde auf die neue Ausstellung, die bis in den Herbst in der Stadtverwaltung des Rathauses in Pohlheim zu den üblichen Öffnungszeiten zu sehen sein wird.

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