„Wer gemeinsam singt, schießt nicht aufeinander!“

Mittelhessen von Interkultur und Stadt Magdeburg ziehen positive Bilanz

Deutschland und USA führen die Medaillenlisten an

Der Interkultur-Präsident Günter Titsch (mit Trommel) mit dem südafrikanischen Botschafter, Pfarrer MAKHENKESI ARNOLD STOFILE und der Vize-Bürgermeister aus Riga/Lettland, Andris Ameriks (links daneben) sowie dem chinesischen Vertreter der Partnerschafts, Xie Yuan, inmitten des südafrikanischen Jugendchores "KZN Midlands"

Der Interkultur-Präsident Günter Titsch (mit Trommel) mit dem südafrikanischen Botschafter, Pfarrer MAKHENKESI ARNOLD STOFILE und der Vize-Bürgermeister aus Riga/Lettland, Andris Ameriks (links daneben) sowie dem chinesischen Vertreter der Partnerschafts, Xie Yuan, inmitten des südafrikanischen Jugendchores „KZN Midlands“

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Interkultur-Präsident Günter Titsch bei der Eröffnung

MAGDEBURG/POHLHEIM/FERNWALD/MITTELHESSEN (rge/ger/rg), Der Pohlheimer INTERKULTUR-Präsident Günter Titsch war am Samstagabend mit seinem Organisationsteam so richtig glücklich. Mit einer bunten Chorparade der Sängerinnen und Sänger von den 100 Teilnehmerchören aus fünf Erdteilen durch die Innenstadt sowie einer großen Abschlussfeier endeten in Magdeburg, die von der in Mittelhessen beheimateten Kulturorganisation INTERKULTUR organisierten
„2. European Choir Games & Grand Prix of Nations“. Zwar ging es bei den Treffen der Chöre um Punkte und Champion-Titel bei den Wettbewerben, aber viel mehr das Zusammenkommen der Nationen aus aller Welt, war wieder ein wichtiges Teil des Erfolgsrezeptes, das diese Art von Chorfestivals von Interkultur ausmacht. Überwiegend aus Europa und darüber hinaus beim „Grand Prix of Nations“ auch aus Regionen in China, Israel, Kanada, den USA bis hin in das über 18.000 Kilometer entfernt liegende Neuseeland waren die Chöre gekommen, um im Wettbewerb und bei Konzerten zu singen, sich zu feiern und feiern zu lassen sowie die Gastfreundschaft der deutschen Gastgeberstadt Magdeburg zu erleben. Und das erlebten die überwiegend jungen Leute mit viel Begeisterung, denn das Durchschnittsalter der Sängerinnen und Sänger wurde vom Veranstalter mit 27 Jahren ermittelt.

 

Wiedersehen in Magdeburg! Beim Interkutlur-Chorfestival "European Choir Games & Grand Prix of Nations" trafen sich deren Präsident, der Pohlheimer Günter Titsch, mit seinen langjährigen Freunden aus der Chor- und Musikszene, dem Chor-Papst Gotthilf Fischer (Links) und dem Star-Trompeter Walter Scholz (rechts)

Wiedersehen in Magdeburg! Beim Interkutlur-Chorfestival „European Choir Games & Grand Prix of Nations“ trafen sich deren Präsident, der Pohlheimer Günter Titsch, mit seinen langjährigen Freunden aus der Chor- und Musikszene, dem Chor-Papst Gotthilf Fischer (Links) und dem Star-Trompeter Walter Scholz (rechts)

Titsch konnte zudem prominente Köpfe aus der Musik- und Chorszene willkommen heißen. Der Chor-Papst Gotthilf Fischer sowie der Star-Trompeter Walter Scholz, langjährige Freunde von Titsch, waren gekommen und ließen es sich nicht nehmen mit den Magdeburgern und den Chorfreunden aus aller Welt zu musizieren. Der Botschafter Südafrikas, Pfarrer Makhenkesi Arnold Stofile, besuchte zur Unterstützung der Chöre seiner Heimat die Veranstaltung. Der chinesische Botschaftsrat in Berlin, Gesandter Dr. Han Guangming war dabei, als Vertreter vom Bundespräsidialamt war Christoph Höppel anwesend und auch der Vize-Bundesvorsitzende und hessische Landesvorsitzende der SPD, Thorsten Schäfer-Gümbel, nutzte eine Stippvisite in Magdeburg, zum Besuch eines Freundschaftskonzertes mit internationalen Chören. Delegationen waren aus China (Peking), der Gastgeberstadt der World Choir Games 2016 in der russischen Olympia-Stadt Sotschi sowie aus dem lettischen Riga mit Vize-Bürgermeister Andris Ameriks angereist. Die mitteldeutschen TV- und Radio-Sender sowie die Presse berichteten täglich über die Chor-Aktivitäten in der Stadt. Das alles verdeutlicht, das weltweite Interesse von Ländern, Städten und Institutionen an dieser Art von Chorfestivals und dessen Faszination für die Teilnehmer. Das Singen vor einer Jury, vor großem Publikum, der Austausch zwischen den Chören aber auch die Workshops, wie mit dem südafrikanischen Chor-Star, André van der Merwe, kommen an. So sieht man eine Begeisterung, die ganz im Gegensatz dazu steht, was man täglich in den Nachrichten aus aller Welt sieht und hört. Nicht Intoleranz und Gewalt sind in dem interkulturellen Treffen sondern viel mehr Toleranz und friedlicher Wettbewerb im gemeinsam Erleben und Lernen, bilden die menschlichen Zutaten die ankommen. Besser als der Interkultur-Slogan „Singing together brings nations together – Gemeinsames Singen bringt Nationen zusammen“ kann man es kaum formulieren. Und dieser Meinung ist auch Gotthilf Fischer, der schon als Chor-Botschafter für Interkultur viel Positives erlebt hat. „Wer gemeinsam singt, schießt nicht aufeinander.“ unterstreicht er und findet es toll, dass sich vor allem Kinder und Jugendliche treffen und dabei Freundschaft schließen. Das ist auch eines der Ziele von Günter Titsch. „Ich habe noch einiges vor und noch viele Ideen. Es gibt Millionen von Sängern weltweit, die auf eine Möglichkeit warten, sich mit anderen Sängern zu messen, sich auszutauschen und andere Kulturen zu erleben und von ihnen zu lernen.“ Bisher ist es ihm meist gelungen auch auf politisch schwierigem Terrain, die Endscheider von seiner Vision einer großen internationalen Chorwelt zu überzeugen. Zufrieden zeigte sich so auch der Magdeburger Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper über den Verlauf der Chorfestivals, zu dem 3.700 Sängerinnen und Sänger gekommen waren. „Für die Stadt Magdeburg war das Chorfestival eine riesige Bereicherung. Die Anstrengungen im Vorfeld haben sich gelohnt.“, zog Trümper eine durchweg positive Bilanz für seine Heimatstadt.

 

Das legendäre Volkslied "Muss i denn" stimmte der Chor-Papst Gotthilf Fischer gemeinsam mit Interkultur-Präsidenten und seinen Gästen aus China, dem russischen Sotschi und mit dem stellvertretenden SPD-Vorsitzenden Thorsten Schäfer-Gümbel vor dem Freundschaftskonzert im Magdeburger Gesellschaftshaus bei den European Choir Games an

Das legendäre Volkslied „Muss i denn“ stimmte der Chor-Papst Gotthilf Fischer gemeinsam mit Interkultur-Präsidenten und seinen Gästen aus China, dem russischen Sotschi und mit dem stellvertretenden SPD-Vorsitzenden Thorsten Schäfer-Gümbel vor dem Freundschaftskonzert im Magdeburger Gesellschaftshaus bei den European Choir Games an

Die musikalischen Gewinner mit dem Titel „Champions of the European Choir Games“ in ihren jeweiligen Kategorien kamen diesmal aus Groß-Britannien (Farnham Youth Choir und Barnsley Youth Choir), Russland (Chamber Choir of the Lomonosov Moscow Sat Unviersity), Dänemark (Skanderborg Girls Choir), der Tschechischen Republik (Kantilena Brno) und Lettland (Female Choir ATBALSS of Liepajas University). Als Gewinner des „Grand Prix of Nations“ wurden aus Chinese Taipei (Taipei Fu-Hsing Private School Choir), USA (University of Houston Moores Schol Concert Chorale und Mt. San Antonio College Madrigals), Norwegen (Kvindelige Studenters Sangforening Oslo) und Großbritannien (Barnsley Youth Choir) gekürt.

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Champions der Herzen in Magdeburg waren unter anderem die Sängerinnen und Sänger aus Brasilien

Die Medaillenliste der European Choir Games führt mit sieben Medaillen allerdings Deutschland vor Russland (5) und Dänemark (4) an. Beim „Grand Prix of Nations“ lag die USA mit acht Medaillen vor der Tschechischen Republik (5) und Südafrika (3) vorne. Der hessische Vertreter mit dem Männerchor Somborn aus Freigericht im Main-Kinzig-Kreis mit Dirigent Martin Trageser holte sich eine Silber-Medaille. Gold für Deutschland holten der Gleichstimmige Chor der Rudolf-Hildebrand-Schule Markkleeberg (Chorleiter Detlef Ay), der Kammerchor Wernigerode (Rainer Ahrens) und der Singout Gospel Mass Choir (Silas Edwin).

 

Alle Ergebnisse findet man auf der Internetseite www.interkultur.com unter
2. European Choir Games Magdeburg. Die Fahne wurde nun an Riga in Lettland weitergereicht. Dort finden im Jahr 2017 die nächsten European Choir Games in statt.

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