Hahn „Fifty-fifty“ spurlos verschwunden – Ein Fall für die Suppenschüssel!?

Belohnung in Höhe von 110 Euro ausgelobt – Pohlheim sucht den stolzen Gockel

 

Die englischen Orpingtoner Hähne „Fifty-fifty“ (weiß) und Co. – Das waren noch glückliche Zeiten

Die englischen Orpingtoner Hähne „Fifty-fifty“ (weiß) und Co. – Das waren noch glückliche Zeiten

POHLHEIM/MITTELHESSEN (rge/ger/rg), Entführt, ermordet, im Suppentopf gelandet? Keiner weiß, was mit dem weißen Hahn „Fifty-Fifty“ in Watzenborn-Steinberg passiert ist. Fest steht, dass er ist seit dem Wochenende aus dem gesicherten Gehege in der Bahnhofstraße 29 verschwunden ist. Zurück blieben zwei verängstigte weitere Artgenossen. Dort machen sich die beiden Tierfreunde Elke Mohr und Hans Wolf nach dem mysteriösen Verschwinden große Sorgen. Denn es ist auch nicht auszuschließen, dass er nicht mehr lebt. Nach dem Vorfall am helllichten Tag wurde sofort die Polizei verständigt. Jetzt wird gegen Unbekannt ermittelt und die oder der Täter und der Hahn werden gesucht. Anzeige wurde gestellt. 110 Euro Belohnung von den Pohlheimer Besitzern für Hinweise ausgelobt. 

 

Suchend sind die verbliebenen beiden Hähne „Rüdiger“ und „Jochen“ im Garten unterwegs. Sie hören aufs Wort, wenn ihr Herrchen ruft. Sie gehören, wie der verschundene Hahn „Fifty-fifty“ zur englischen Hühnerrasse „Orpington“ und sind bekannt dafür, dass sie schnell zutraulich werden und ein ruhiges Wesen haben. Bis zu 4,5 Kilogramm schwer kann ein Hahn dieser Hühnerrasse werden. Sie sind gute Fleischlieferanten.

Das Krähen von Fifty-fifty & Co. hat in den vergangenen Wochen für Ärger in der weiteren Nachbarschaft gesorgt, berichtet Wolf. „Einigen sind die Hähne ein Dorn im Auge!“ Nachbarn aus der weiteren Umgebung haben vorgesprochen. Lediglich gegen 5 Uhr für eine halbe Stunde würden sie krähen und ganz selten auch mal am Tag, unterstreicht der Pohlheimer. Mit direkten Nachbarn haben die beiden ein gutes Verhältnis. „Die waren es sicher nicht.“ Auch gegen einen dortigen Tierliebhaber war in der Vergangenheit gerichtlich wegen Gänsehaltung bereits vorgegangen worden. Die hatten mehr Glück als „Fifty-fifty“ und wurden damals umgesiedelt. Einige weitere Nachbarn halten schon über Generationen Hühner und sonstiges Getier, dass in dem alten Dorfgebiet ausdrücklich zugelassen ist.

 

Wo ist Fifty-fifty? Seine beiden Kumpels suchen ihn vergeblich im Garten in der Bahnhofstraße von Watzenborn-Steinberg

Wo ist Fifty-fifty? Seine beiden Kumpels suchen ihn vergeblich im Garten in der Bahnhofstraße von Watzenborn-Steinberg

Hans Wolf hatte im vergangenen Jahr sein Herz für die Hühner entdeckt. Zunächst kam der stolze weiße Hahn, der von ihm in Pflege genommen wurde und so dem Suppentopf entkam. Dann nahm er vom selben Züchter noch zwei junge „Hennen“ auf damit der Hahn Gesellschaft hat. Auf das erste Ei wartete er vergeblich. Der Tag kam und sie krähten zur frühen Morgenstunde und sie bekamen Schmuckfedern. Überraschung. Es handelte sich bei den vermeintlichen Hühnerdamen um junge rebhuhnfarbig-gebänderte Hähne. „Das Geschlecht ist bei dieser Hühnerrasse in der Jugend schwer zu erkennen.“ bestätigte ihm auch ein Experte vom Langgönser Taubenhaus Lang auf seine Nachfrage.

 

Handzahm, wie kleine Hunde sind seine Hähne. Mit den drei Hauskatzen kommen sie auch bestens klar. Sie gehen auch nicht in die Beete oder zu den Nachbarn, wenn sie kontrollierten Auslauf haben. Dafür sorgt er mit strenger Stimme. Jetzt hofft er mit seiner Partnerin, dass „Fifty-fifty“ wieder gefunden wird und nicht getötet wurde. Seine beiden anderen Hähne will er auf jeden Fall behalten.

 

Wer sachdienliche Hinweise zur Ermittlung von dem Orpington-Hahn hat, kann sich an die Polizei wenden oder die beiden Watzenborn-Steinberger Tierhalter Elke Mohr und Hans Wolf anrufen. Seine Kennzeichen: weißes Federkleid, roter Kamm und Kinnlappen. Die Telefonnummer lautet 0160 95759073. Beide hoffen, dass die beiden anderen Hähne nicht ein ähnliches Schicksal erwartet.

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein, Deutschland, Hessen, Landkreis Giessen, Lokales, Mittelhessen, Pohlheim, Polizei, Tiere abgelegt und mit , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *