„Gute Besserung, Schnecko!“

Stimmungsvolles „Echte Fründe“ – Adventskonzert in Christuskirche 

Volle Kirche am 3. Advent – 5.700 Euro Spendenerlös für Achim „Schnecko“ Häuser

Gemeinsam für Schnecko! Die Mollys und Black Pearls bei der gemeinsamen Premiere in der Christuskirche

Gemeinsam für Schnecko! Die Mollys und Black Pearls bei der gemeinsamen Premiere in der Christuskirche

POHLHEIM (rge), Molly-Sänger Joni Ensle brachte es am Ende eines außergewöhnlichen Konzertes in der Christuskirche in Watzenborn-Steinberg am Sonntagabend auf den Punkt. „Wir sind füreinander da, wenn Freunde uns brauchen. Das war bei den Mollys immer gegeben und ist einfach sensationell.“ sagte er sichtlich berührt. Das es nach dem beeindruckenden Benefiz-Konzert „Echte Fründe“ im Sommer diesen Jahres in der Volkshalle eine Fortsetzung mit dem Adventskonzert für ihren erkrankten Sänger Achim „Schnecko“ Häuser geben würde, war ausgemachte Sache. Das es allerdings wieder so erfolgreich sein würde, konnte damals noch keiner ahnen. Ohne Molly-Hits, wie dem „großen Zampano“, dafür aber mit stillen, nachdenklichen aber nicht minder hoffnungsfrohen Gesang gab es zudem eine gemeinsame Premiere von den beiden Gesangsgruppen „Mollys“ und „Black Pearls“ in dem Kirchenschiff, die beim Publikum ankam und mit viel Beifall honoriert wurde. Weitere mit „Schnecko“ verbundene Chöre und Gruppen aus Pohlheim waren diesmal zudem dabei, viel mehr hatten sich angeboten, wie in der Begrüßung Jörg Buß hervorhob. 

Der Männerchor und die Chorifeen der Eintracht

Der Männerchor und die Chorifeen der Eintracht

„Machet hoch die Tore weit“ sangen zu Beginn der Männerchor und der gemischte Chor „Chorifeen“ des Gesangvereins Eintracht. Unter Leitung von Torsten Schön hatten die beiden Chöre ein abwechslungsreiches Programm internationaler und deutscher Chorliteratur passend zur Weihnachtszeit ausgesucht. Solistisch war dabei auch im Tenorsolo Sebastian Seibert zu hören, wie im abschließenden Eintracht-Gesamtchor beim Weihnachtsgesang – Can que de Noel –  im Satz von Robert Sund.

Die Sängerinnen und Sänger des Jugendfreund

Die Sängerinnen und Sänger des Jugendfreund

Ein Potpourri von weihnachtlichen Melodien steuerten die Sängerinnen und Sänger des Gesangvereins Jugendfreund mit Kapellmeister Jan Hofmann bei. Felix Mendelssohn-Bartholdys Auszug aus dem Werk  „Christus“ beeindruckte das Publikum zudem.

Gerhard Bodenbender

Nachdenklich: Gerhard Bodenbender

Eintracht-Ehrenvorstand Gerhard Bodenbender erinnerte in seiner Lesung an die aktuelle Situation der Flüchtlinge in Deutschland. Nachdenklich, mahnend und zutiefst menschlich beschrieb seine rezitierte Geschichte die gefahrvolle Reise einer vierköpfigen Flüchtlingsfamilie aus dem zerstörten syrischen Aleppo in das sichere Köln mit einer am Ende kindlichen Frage „Warum?“  und dem Appell zu einem mehr an Verständnis zwischen den Religionen mit ihren gemeinsamen Wurzeln.

Colours of Rock

Colours of Rock – Unplugged

„More than words – Mehr als Worte“ sang danach die Band „Colours of Rock“ mit Tine Weber, Hans-Jörg Linsenmann und Thorsten Häuser A Capella nur mit Gitarrenbegleitung von Stefan Radtke bevor der gemischte Germania-Chor „Modern Voices“ unter Leitung von Andreas Stein unter anderem Hubert von Goiserns „Weit, weit weg“ anstimmte. Danach folgte die Premiere, auf die viele der Konzertbesucher gewartet hatten. Die legendären „Mollys“ mit Jony Ensle, Jörg Buß, Dieter Grünfelder, Frank Oliver Weiß, Wolfgang „Mufti“ Haas, Jörg Schmandt, Gerhold „Gigo“ Häuser und Reinhold „Jenks“ Junker standen erstmals mit der jungen Molly-Frauengruppe „Black Pearls“ mit Katinka Tamm, Anna Häuser, Farina Müller, Katja Schmandt, Inga Gros und Melanie Buß gemeinsam vor großem Publikum und die Premiere kam an. Passend zum Anlass und sakralen Ort sangen sie unter Leitung von Dieter Schäfer „We are one – Wir sind eins“ für ihren Freund. „That`s what friends are for – Dafür sind Freunde da“ sowie das Spiritual „Good news – Gute Nachrichten“ war dann unter Klavierbegleitung von Kantorin Yoerang Kim-Bachmann die hoffnungsvolle Botschaft an die Besucher und das musikalische Bekenntnis zur Freundschaft zwischen den Menschen im Allgemeinen und zu „Schnecko“ im Besonderen. Nach viel Applaus und Dankesworten an alle Mitwirkenden, den unterstützenden Förderverein für Patienten im Wachkoma in Fernwald, die evangelische Kirchengemeinde Watzenborn-Steinberg als Hausherren der Christuskirche stimmte Organist Hartmut Stapf an der Orgel mit allen Konzertbesuchern noch einmal „Macht hoch die Tür“ an. Es war ein würdiger Abschluss an dem noch viel Geld zur weiteren Unterstützung für den im Wachkoma liegenden Achim „Schnecko“ Häuser zusammen kam. 5.700 Euro war das stolze Ergebnis des Spendenaufrufs, das Molly-Vorsitzende Jörg Buß mitteilen konnte. Ingesamt kamen so bei den zwei Konzerten über 16.000 Euro an Spenden zusammen. Mit Musik, Gesang und tollen Freunden kann man viel erreichen, lautet so das Fazit von Buß. Bleibt der weihnachtliche Wunsch, dass Achim „Schnecko“ Häuser vielleicht irgendwann selbst erleben kann, wenn seine Freunde singen. „Gute Besserung, Schnecko!“

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