Aufbruch zu den 9. World Choir Games in russische Olympia-Stadt Sotschi

Mittelhessische Kulturorganisation INTERKULTUR reist mit 80 Mitarbeitern zur Organisation der chorolympischen Weltchorspiel

Ein Teil des nterkultur-Teams mit Präsident Günter Titsch vor dem Start in die Olympia-Stadt Sotschi in Russland

Ein Teil des nterkultur-Teams mit Präsident Günter Titsch vor dem Start in die Olympia-Stadt Sotschi in Russland

POHLHEIM/FERNWALD/MITTELHESSEN – FRANKFURT – SOTSCHI (rge),
In wenigen Tagen ist es so weit, dann starten am 6. Juli 2016 in der russischen Olympiastadt Sotschi die 9. World Choir Games 2016. In den Gießener Kreisgemeinden Pohlheim und Fernwald wurden die als „Chorolympiade“ weltweit bekannten größten Weltchorspiele in den letzten Jahren vorbereitet, denn Organisator ist die mittelhessische Kulturorganisation INTERKULTUR mit dem Pohlheimer Günter Titsch an der Spitze. Dort herrscht im Moment fieberhafte Betriebsamkeit bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in ihren Büros. Container mit Computern und Büromaterial wurden gepackt und auf die Reise geschickt. Letzte Mails werden versendet, Telefonate werden geführt. Insgesamt 80 Frauen und Männer aus aller Welt, darunter viele Helferinnen und Helfer aus der heimischen Region reisen dieser Tage im Auftrag von INTERKULTUR an die so genannte „russische Riviera“ direkt am subtropischen Strand des schwarzen Meeres. Dort werden sie für die Sängerinnen und Sänger aus aller Welt die chorolympischen Chorwettbewerbe, die Freundschafts- und Gala-Konzerte sowie die große Eröffnungs- und Schlusszeremonie gemeinsam mit den russischen Partner vor Ort so angenehm wie möglich von der Organisationszentrale direkt im Olympiapark koordinieren und organisieren. Die Gesamtleitung hat die Vizeministerpräsidentin der Russischen Föderation, Olga Golodez.

 

Insgesamt werden diesmal 283 Chöre aus 76 Nationen mit 12.000 Sängerinnen und Sängern bei den World Choir Games erwartet, informiert die Projekt-Direktorin von INTERKULTUR, Jelena Dannhauer, vor ihrem Abflug. Von unter anderem dem weit entfernten Australien über China, Deutschland, Niederlande und Israel bis hin nach Südafrika und Venezuela in Südamerika reicht das Teilnehmerfeld rund um den Globus. Als Gastgebernation ist Russland besonders stark vertreten, wie auch das Nachbarland China viele Chöre sendet. Erstmals finden in Russland die Chorspiele statt, freut sich INTERKULTUR-Präsident Günter Titsch angesichts der langen Chor- und Kulturtradition der russischen Nation. Gastgeberländer waren zuvor Österreich (Linz 2000 und Graz 2008), Süd-Korea (Busan 2002), Deutschland (Bremen 2004), China (Xiamen 2006 und Shaoxing 2010), den U.S.A. (Cincinnati 2012) und Lettland (Riga 2014). Nach den Vertragsunterzeichnungen vor einigen Jahren mit den russischen Partnern von Regierung, Kulturministerium, der Region Krasnador und der Stadt Sotschi passierte in der Weltpolitik einiges. Gerade in diesem Hinblick war und ist es eine große Herausforderung und Verantwortung für alle Beteiligten, war Günter Titsch und seinem INTERKULTUR-Präsidium mit den beiden Vize-Präsidenten Wang Qin und Stefan Bohländer sowie Generalsekretär Dr. Christoph Wirtz schon damals klar. Diese politischen Entwicklungen wirkte sich auf das Interesse aus Teilen der Welt aus. Trotz all dieser nicht beeinflußbaren Faktoren hielten deutsche und russische Partner im regen Dialog am gemeinsamen Ziel fest: „Singing together brings nations together – Gemeinsam Singen bringt Nationen zusammen.“

Günter Titsch steht im regelmäßigen Kontakt mit Sotschis Bürgermeister Anatoly Pakhomov. Der schrieb ihm dieser Tage kurz vor den Weltchorspielen in einer persönlichen Note: „Sehr geehrter Herr Titsch, in Anerkennung Ihrer großen Autorität in der Chorwelt und dessen, dass auf Ihre Meinung und Ihre Worte die Leiter der Chöre hören, bitte ich sie nachdrücklich, die ausländischen Teilnehmer darüber zu informieren, dass die Gastgeberstadt bereit ist und überzeugt ist, dass die gegebene Veranstaltung eines der leuchtendsten und erinnerungswürdigsten Ereignisse dieses Jahres sein werden.“ Dafür das der künstlerischen Ansprüchen für Chöre, Chorleiter und die Gäste erfüllt werden sorgt inzwischen bereits vor Ort der künstlerische INTERKULTUR-Direktor, Prof. Ralf Eisenbeiß mit einem Team.

Nach der großen Eröffnungsfeier zu Beginn im Bolschoi-Eispalast, der bis zu 12.000 Zuschauern Platz bietet, finden die eigentlichen Wettbewerbe und Konzerte in sieben über Sotschi verteilten Konzerthallen und Theatern statt. International erfahrene Juroren werden dann die Chöre bewerten und die Gold, Silber und Bronzemedaillen vergeben und den Champion der World Choir Games Sotschi 2016 in den 29 Kategorien küren. Das russische Fernsehen wird die Schlussfeier live übertragen. Und auch der russische Staatspräsident Wladimir Putin hat sein kommen angekündigt. Am Ende der World Choir Games werden dann auch die deutschen Teilnehmerchöre wissen, ob sie chorolympisches Edelmetall im Wettbewerb der Chornationen im Gepäck mit nach hause nehmen können. Schwarz-Rot-Goldene Chorvertreter Deutschlands sind diesmal die Bremer Musical Company/Voice over Piano, der Chor des Helmholtz Gymnasiums Potsdam, der Sängerkreis Hildburghausen und der Jazzchor der Universität Köln. Günter Titsch und sein INTERKULTUR-Team drücken den Teilnehmer aus aller Welt auf jeden Fall die Daumen für ihre Teilnahme in Sotschi.

 

Weitere Informationen zu den 9. World Choir Games Sotschi 2016 auf http://www.interkultur.com.

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