„Mörder sind auch nur Menschen“ – Tatort Holzheimer Kulturpalast

Viermal ausverkauft! – 1.200 Zuschauer erlebten spritzige Krimi-Komödie der Harmonie-Spielschar

"Mörder sind auch nur Menschen" Der gedungene Mörder Jochen (Ronny Seim) setzt zur Tat an. Das ahnungslose Opfer Käthe (Karin Reitz) belehrt im Rollstuhl sitzend ihre Tochter Hilda (Bärbel Geretschläger, links) über ihr Testament.

„Mörder sind auch nur Menschen“ Der gedungene Mörder Jochen (Ronny Seim) setzt zur Tat an. Das ahnungslose Opfer Käthe (Karin Reitz) belehrt im Rollstuhl sitzend ihre Tochter Hilda (Bärbel Geretschläger, links) über ihr Testament.

POHLHEIM (rg/rge/ger), 12.11.2017 – Zur besten Tatort-Zeit versammelten sich die Fans der Harmonie-Spielschar am Wochenende in der Kulturellen Mitte Pohlheims. Es hieß diesmal nämlich „Mörder sind auch nur Menschen“ und wie im richtigen Krimi wurde es dabei mächtig spannend. Die bekannten Holzheimer Akteure ließen erwartungsgemäß wieder einmal bei den Zuschauern kein Auge trocken, denn in der spritzigen Krimi-Komödie ging es turbulent zu und zu lachen gab es nicht nur was bei den Zuschauern. Alle vier Vorstellungen waren ausverkauft, insgesamt wurden 1.200 Zuschauer gezählt. Bärbel Geretschläger (Hilda), Karin Reitz (Käthe), Thomas Klee (Konrad), Heike Kuhl (Theresa), Ronny Seim (Jochen), Anna-Maria Beyer (Simone), Monja Geretschläger (Sofia) und Volker Vonderheidt (Holger) verkörperten die Charaktere mit ihren Eigenheiten mit Mund und Herz perfekt, so dass von der ersten bis zur letzten Minute beste Unterhaltung garantiert war.

 

Schau mal an. Die vom Mord bedrohte Käthe (Karin Reitz) mit Enkelin (Sonja Geretschläger)

Schau mal an. Die vom Mord bedrohte Käthe (Karin Reitz) mit Enkelin (Monja Geretschläger)

Bereits bei der Premierenvorstellung am Freitagabend hatte Horst Biadala zur Begrüßung, die Zuschauer im „Kulturpalast“ auf drei kurzweilige Stunden guter Unterhaltung bei der schwarzen Verwechslungskomödie aus der Feder von Phyllis Kaluza eingestellt und dabei nicht zu viel versprochen. Unter Regie von Matthias Hampel und der perfekten Maske und Dekoration von Christl Debus und Markus Jung gab allen voran die kauzige Mutter Käthe im Rollstuhl, grandios verkörpert von Karin Reitz, den Ton vor. Mit ihrem Holzheimer Platt und zudem noch schwerhörig verdrehte sie jeden Satz und machte damit ihre Tochter Hilda (Bärbel Geretschläger) und das drumherum fast sprachlos im männerlosen „Frauenhaus“. Ein „Mörder aus Zwickau“ (Ronny Seim als sächselnder Jochen) mußte zum schnelleren Übergang vom Leben zum Tod her und war schnell von Hilda gefunden, wie auch das Alibi mit ihrer schrillen Freundin Theresa (Heike Kuhl). Als dann aber unerwartet und lange nicht gesehen, Käthes Sohn Konrad (Thomas Klee) nebst Gattin Simone (Anna-Maria Beyer) ihr Erbe prüfen kommen und zudem ein bestellter potentieller Heiratskandidat mit Holger (Volker Vonderheidt) auftaucht, nehmen die menschlichen Irrungen und Wirrungen ihren Lauf.

Der Heiratswillige Holger (Volker Vonderheidt) ist das erste Opfer. Käthe und Sohn (Thomas Klee) schauen.

Der Heiratswillige Holger (Volker Vonderheidt) ist das erste Opfer. Käthe und Sohn (Thomas Klee) schauen.

Kurzerhand wird noch vor geplanter Tat Enkelin Sofia (Monja Geretschläger) in Urlaub geschickt und der vermeintliche Weg zu Hildas Erbe ist frei. Pointenreich mit witzigen Dialogen und der passenden Gesichtsmimik ging das Publikum bei den „Lachern“ mit. Am Ende kam es, wie es kommen mußte. Der arme Heiratskandidat Holger mußte dran glauben, Konrad hatte noch mal Glück und Käthe lebte glücklich bis an ihr Lebensende. Und Hilda liebte, tja natürlich den charmant-mörderischen Sachsen Jochen. Und alles nur, weil eine clevere Käthe ihr Testament entsprechend für alle Eventualitäten inklusive Mord„frisiert“ hatte. Das gefiel dem restlos glücklichen Publikum und spendierte gerne noch lang anhaltenden Applaus. Dank ging an alle Akteure und Helfer, zu denen im perfekten Ablauf unter anderem auch in der Organisation Tanja Bingel, der Technik Hans Reitz sowie die Souffleusen Anneliese Jung und Inge Biadala beigetragen hatten. Letztgenannte wurde zudem am Freitagabend mit einem Geburtstagsständchen bedacht, denn für die Harmonie-Spielschar hatte sie an ihrem Jahrestag sogar auf die heimische Feier verzichtet.

"Mörder sind auch nur Menschen": Die gefeierte Harmonie-Spielschar von rechts nach links Karin Reitz, Bärbel Geretschläger, Heike Kuhl, Ronny Seim, Thomas Klee, Anna-Maria Bey er, Monja Geretschläger und Volker Vonderheidt.

„Mörder sind auch nur Menschen“: Die gefeierte Harmonie-Spielschar von rechts nach links Karin Reitz, Bärbel Geretschläger, Heike Kuhl, Ronny Seim, Thomas Klee, Anna-Maria Bey
er, Monja Geretschläger und Volker Vonderheidt.

 

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