Heimisches Trinkwasser ist das Beste!

Zweckverband Mittelhessische Wasserwerke (ZMW) und Gießener JLU-Wissenschaftler werden Image von Trinkwasser fördern

Karl-Heinz Schäfer (3.vl), Geschäftsführer vom Zweckverband Mittelhessische Wasserwerke (ZMW), gemeinsam mit Prof. Dr. Herbert Willems (2.vl) mit Mitstreitern wollen das Image für Trinkwasser steigern

Pressegespräch zum Thema Trinkwasser! Karl-Heinz Schäfer (3.von rechts), Geschäftsführer vom Zweckverband Mittelhessische Wasserwerke (ZMW), gemeinsam mit Prof. Dr. Herbert Willems (3.von links) wollen gemeinsam das Image für Trinkwasser steigern

 

GIESSEN/MITTELHESSEN (rg)- Trinkwasser ist das wertvollste Lebensmittel überhaupt. Es ist gesund, geschmackvoll und zudem von höchster Qualität. Das Bewusstsein im alltäglichen Umgang und dessen Wertschätzung beim Konsum möchte Karl-Heinz Schäfer, Geschäftsführer des Zweckverbandes Mittelhessische Wasserwerke (ZMW), gemeinsam mit Prof. Dr. Herbert Willems vom „Institut für Soziologie“ an der Justus-Liebig-Universität bei den Bürgerinnen und Bürgern fördern. Beim vom Netz her größten hessischen Wasserversorger ZMW sorgen täglich fast 200 Mitarbeiter dafür, dass verlässlich frisches Trinkwasser rund um die Uhr bei den Kunden aus den Hähnen fließt und ferner Gewässer- und Hochwasserschutz sowie Abwässer behandelt werden. 114 Liter verbraucht dabei durchschnittlich jeder mittelhessische Verbraucher täglich. 20 Milliarden Liter des „blauen Goldes“ sind es insgesamt im Jahr, die durch das 1.600 Kilometer lange ZMW-Leitungsnetz bis in die kleinsten Gemeinden fließen, der Großteil aus Brunnen aus Kirchhain und Stadtallendorf. 

Beim Pressegespräch in Gießen erläuterten Schäfer und Prof. Dr. Willems ihre Beweggründe für die Initiative der Universität mit dem Wasserversorger. „Es ist eine Generationenaufgabe das Lebensmittel Nr. 1 zu erhalten.“ so Schäfer. Der ZMW als kommunales Unternehmen verfolge im Gegensatz zu privatrechtlichen Konzernen keine Gewinnerzielungsabsicht, sondern sei eine Einrichtung der Daseinsvorsorge. Er stelle allen Bürgern die Versorgung sicher und das zu stabilen, günstigen Preisen zwischen 1,50 und 2 Euro für 1.000 Liter Trinkwasser. Herausforderungen für die Wasserversorger seien unter anderem Veränderungen im Rückgang der Bevölkerung in Teilen der ländlichen Räume sowie klimatische Veränderungen.

Als „globales Thema mit lokalem Bezug“ bezeichnete Willems, der über das regionale Transmit-Zentrum die Zusammenarbeit der Wissenschaft mit der Wirtschaft sucht. Seine Forschungen in Afrika ließen ihn auch den Blick auf Deutschland richten. Unter seinen Studenten zeigte sich großes Interesse zum Zukunftsthema „Trinkwasser“, insbesondere im Blick auf dessen Image als Lebensmittel. „Selbstverständliches ist oft nichts wert.“ so die Beobachtung. Umgekehrt wird für abgefülltes Tafel- und Mineralwasser viel Geld – fast 100 mal so viel – von den Konsumenten gerne bezahlt. Teure Werbekampagnen der Getränkeindustrie tun ihr übriges in den Köpfen der Konsumenten mit einer sozialen Ausstrahlung im Image, so der Sozialwissenschaftler. Im Gegensatz dazu sehe es dabei in Bezug auf lange Lieferketten und eine aufwendige Produktion in der Flaschenabfüllung für die deutsche CO2-Bilanz nicht gut aus.

Schäfer und Willems sehen daher im Trinkwasser das Potential für eine Image-Renaissance des Trinkwassers. Auf Grund der strengen Trinkwasserverordnung sei es in punkto Qualität das bessere Wasser. Optisch attraktive Trinkwasserbrunnen in öffentlichen Gebäuden und Unternehmen könnten neben der allgemeinen medialen und öffentlichen Aufklärung dessen Image und Wertschätzung aufwerten. Dazu möchte man mit dem Projekt „Gesunde Ernährung“ in Kindergärten und Schulen gehen und dort Trinkwasserbrunnen installieren. Erste Gespräche wurden mit den Landkreisen Gießen, Marburg-Biedenkopf, Lahn-Dill und Wetterau bereits geführt, informierte Schäfer. „Aufklärung ist wichtig und bewirkt ein Nachdenken. Schritt für Schritt wollen wir dabei vorangehen. “ In einen ökonomischen Wettbewerb mit den Getränkeherstellern könne und wolle man allerdings nicht eintreten. Das verbiete sich bereits wegen der immensen Kosten und diene dem Verbraucher nicht.

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