Eintracht-Chorifeen brachten Silber in die „Singende Stadt“

Chorifeen aus Watzenborn-Steinberg qualifizierten sich beim
6. Robert-Schumann-Chorwettberb in Zwickau für World Choir Games

Die Eintracht-Chorifeen mit Chorleiter Torsten Schön beim Wettbewerbsauftritt im Ball- und Konzertsaal „Neue Welt“ in Zwickau

Zwickau/Pohlheim/Watzenborn-Steinberg(rge/ge/rg), Mit einem Silber-Diplom in der Tasche traten die Sängerinnen und Sänger der Chorifeen, dem gemischten Chor des Gesangvereins Eintracht 1869 Watzenborn-Steinberg, am Sonntagmittag nach der Preisverleihung beim 6. Internationalen Robert-Schumann-Chorwettbewerb und Festival in Zwickau die Heimreise an. Mit 18,61 Punkten erreichte der 2002 gegründete Chor bei seinem ersten internationalen Auftritt mit einer für einen jungen Laienchor guten Wertung der Jury aus Deutschland und Österreich dieses ausgezeichnete Ergebnis. Die beiden Chorifeen-Sprecher Susanne Sommer und Jürgen Schäfer waren auch mit der gezeigten Leistung des Chores sehr zufrieden. Das Ergebnis der intensiven Probenarbeit unter der Leitung des neuen Chorleiters Torsten Schön sowie dessen musikalische Handschrift waren deutlich in der Aussprache und der Intonation zu hören. Das von der Jury mit bis zu 24 Punkten gewertete lateinische Chorstück „Ubi caritas“ von Hreidar Ingi Thorsteinsson war schon erstklassig, stellte Chorleiter Torsten Schön die Leistung bei dieser internationalen Wettbewerbspremiere seiner Chorifeen heraus.

Die Chorifeen-Sprecher Susanne Sommer und Jürgen Schäfer freuten sich über Silber in Zwickau

Mit dem Silberdiplom der zweithöchsten Wertungsstufe wurden dann auch erste Früchte dieser langfristig angelegten Arbeit mit in die „Singende Stadt „ Pohlheim genommen. Qualifiziert haben sich damit die „Chorifeen“ auch für die World Choir Games und vergleichbare Musica-Mundi-Chorwettbewerbe vom Förderverein Interkultur. Der im mittelhessichen Pohlheim beheimatete Verein war der Veranstalter des Robert-Schumann-Wettbewerbes in Zusammenarbeit mit der sächsischen Stadt Zwickau. Neben der Wettbewerbsteilnahme am Samstagmittag nutzten die Chorifeen die Tage in der Stadt um das „Tor zum Erzgebirge“ auch touristisch kennenzulernen. So besuchte man nach einer Besichtigungstour durch die Altstadt auch das ehemalige Wohnhaus und heutige Museum des bekannten deutschen Komponisten und Romantikers Robert Schumann.

Gratulation vom Zwickauer Alt-Oberbürgermeister Rainer Eichhorn (rechts); Chorleiter Torsten Schön und Jürgen Schäfer bei der Preisverleihung der Silber-Urkunde

Der hätte zu seinen Lebzeiten in seiner Geburtsstadt auch ansonsten seine reinste Freude an schöner Chormusik dieses Wettbewerbes gehabt. Neben den Eintracht-Chorifeen waren insgesamt 22 Chöre aus sieben Nationen beim 6. Internationalen Robert-Schumann-Chorwettbewerb in Zwickau zu Gast. Der Wettbewerb war Teil der Zwickauer Veranstaltungsreihe im Jubiläumsjahr zu Schumanns 200. Geburtstag.

Ihm zu Ehren hatten die Chorgäste am Eröffnungstag rote Rosen an seinem Denkmal niedergelegt und im Verlauf des Wettbewerbs und Festivals viele seiner weltbekannten Kompositionen seines reichhaltigen Repertoires angestimmt. Aufführungsorte waren das Konzert- und Ballhaus „Neue Welt“, sowie Kirchen und Konzertsäle. Bei Begegnungskonzerten in und um Zwickau waren die Chöre aus Brasilien, China, Dänemark, Lettland, Litauen, Russland und Deutschland bewundert und beklatscht worden. Im großen Finale am Sonntag wurde der Gewinner des Robert-Schumann-Chorpreises gekürt und die Urkunden verliehen. Preisträger des Robert-Schumann-Preises der mit 2500 EURO dotiert ist wurde der „4×4 Frauenchor der Pädagogischen Hochschule Heidelberg“ unter der Leitung von Heike Kiefner-Jesatko mit 27,20 Punkten und einer Goldwertung der Stufe VII.

Der Veranstalter INTERKULTUR und die Stadt Zwickau zogen nach den Tagen der Chormusik ein positives Fazit. Das künstlerische Komitee um Prof. Dr. Ralf Eisenbeiß, sowie die Juroren Nico Nebe (Deutschland), Nicol Matt (Deutschland) und Georg Kugi (Österreich) waren von der Klasse und der Leidenschaft der teilnehmenden Chöre angetan.

Die Kategoriesieger des diesjährigen Wettbewerbs kamen aus Lettland, Russland und Deutschland. Chöre aus Deutschland konnten in insgesamt vier Kategorien die höchste Auszeichnung erreichen.

Die Dirigentin Heike Kiefner-Jesatko (2.von links) des der „4x4" Frauenchor der Pädagogischen Hochschule Heidelberg erhielt den mit 2.500 Euro dotierten Robert-Schumann-Preis in Zwickau aus den Händen von Oberbürgermeisterin Pia Findeiß, Alt-Oberbürgermeister Rainer Eichhorn (links) und dem Künstlerischen Direktor Prof. Dr. Ralf Eisenbeiß (rechts) überreicht

Ein Sonderpreis für die beste Interpretation eines Werkes von Robert Schumann erhielt der „4×4 Frauenchor der Pädagogischen Hochschule Heidelberg, Dirigentin Heike Kiefner-Jesatko.

Einen Dirigentenpreis erhielten Edgars Vitols ( LU FMF Jauktais Koris Aura, Lettland) und Mikhail Slavkin (Youth Choir „PREOBRAJHENIE“; Russland). Alle Ergebnisse und Punkte findet man auf der Internetseite www.interkultur.com

Einen Dirigentenpreis erhielten Edgars Vitols hier mit seinem Chor LU FMF Jauktais Koris Aura aus Lettland

Die Chorifeen waren nach ihrer Rückkehr am Sonntagabend noch im Vereinslokal „Grüner Baum“ in Watzenborn-Steinberg eingekehrt. Dort stießen sie auf ihr erstes „Silber“ an.

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