70 neue Häuser können demnächst in Hausen-Ost entstehen

POHLHEIM, HAUSEN  (rge/ger/rg), Der Bebauungsplan Nr. 15 „Hausen-Ost“ wird in dem nördlichen Pohlheimer Stadtteil zunächst im ersten Abschnitt entwickelt und bebaut bevor dann später die mittleren beiden Bauabschnitte zum Verkauf stehen, wurden die rund 60 Bürgerinnen und Bürger in der Info-Veranstaltung der SPD Hausen im Bürgerhaus informiert.

Bürgermeister Karl-Heinz Schäfer (rechts) erläutert anhand des Planentwurfs die geplante Erschließung des neuen Baugebietes in Hausen-Ost; links vlnr. Werner Briegel, Malek Yacoub und die Hausener Ortsbezirksvorsitzende Sabine Scheele

Aus erster Hand von Pohlheims Bürgermeister Karl-Heinz Schäfer erfuhren sie am Mittwochabend, dass am Ende in dem Baugebiet rund 70 neue Bauplätze zur Verfügung stehen werden. In dem ersten Abschnitt sind 10 Bauplätze von 675 bis 820 Quadratmeter im nördlichen und 19 weitere im südlichen Teil für reines zweigeschossiges Wohnen für bis maximal zwei Wohnungen vorgesehen. Zwei weitere große Grundstücke für eine Mischung aus Wohnen und Gewerbe sind am Rande des geplanten Kreisverkehrs an der Landesstraße 3131 geplant, so die bisherigen Entwürfe laut Schäfer. 39 Bauplätze von 680 bis über 900 Quadratmeter Größe sind in den letzten beiden Bauabschnitten dann noch vorgesehen. Der genaue Zeitpunkt des Starts der Kauf- und Bauaktivitäten steht noch nicht fest, wird aber noch für dieses Jahr angestrebt. Ob die Stadt selbst oder private Entwickler das Gebiet vermarkten und erschließen ist auch noch nicht klar. Schäfer wünscht sich aus erheblichen Kostenvorteilen für die Stadt Pohlheim private Entwickler und Vermarkter.

 

Der Bebauungsplan Nr. 15 "Hausen-Ost" zeigt die geplante Entwicklung des Gebietes, Start soll im Süden und im Norden sein, die als 2. und 3. Bauabschnitte (BA) bezeichneten Teile werden erst danach verwirklicht.

Zuvor hatte die Ortsbezirksvorsitzende der Hausener Sozialdemokraten Sabine Scheele die Bürgerinnen und Bürger begrüßt. Unter den Gästen waren auch der ehemalige von 1956 bis 1983 regierende Hausener Bürgermeister Willi Balser und der SPD-Ortsvereinsvorsitzende Horst Biadala. Sie erläuterte die Entwicklung von Hausen über die letzten 1.125 Jahre seit dem Jahre 886. Damals aus vier Bauernhöfen mit rund 20 Einwohnern rund um die Mühle entstanden, entwickelte sich bis 1886 eher langsam. 1686 zählte Hausen immerhin erst 100 Einwohner in 23 Häusern entlang der Anneröder Straße. Im 19 Jahrhundert wurde der Pohlheimer Stadtteil mit entlang der alten Steinbacher Straße (heute Lutherlinde), der Erweiterung entlang der Anneröder Straße und nach dem 2. Weltkrieg mit der Erschließung des Kirchbergs, der Wiesenstraße und der Garbenteicher Straße immer größer. 1960 wurde die Waldstraße und 1964 die Stettiner-, Danziger- und Breslauerstraße sowei 1969 die Lindenstraße und Buchenweg  bebaut. Der Hombiegel wurde ab 1977 bis 2002 erschlossen, zeigte Scheele anhand von Schaubildern auf. Heute zählt Hausen 2.200 Einwohner. „Pohlheim entwickelt sich noch positiv“, so SPD-Ortsvereinsvorsitzender Horst Biadala. Für die Erhaltung der Infrastruktur in Kindergärten und Schulen sowie den Vereinen sei auch ein Zuzug von Neubürgern und Familien auch in Hausen notwendig, unterstrich Biadala. Nach den anderen Pohlheimer Stadtteilen werde endlich auch Hausen mit Baugebieten und damit an neuen Bürgern partizipieren und dazu beitragen das Pohlheim finanziell leistungsfähig bleiben kann. In Orten wo die Entwicklung stagniert oder gar abnimmt, sei mit der Schließung von öffentlichen und privaten Infrastruktur-Angeboten zu rechnen. Außerdem sei mit dem geplanten Kreisverkehr, an den „Hausen-Ost“ angeschlossen werden wird, mit einer Verkehrsentlastung des innerörtlichen Verkehrs zu rechnen. Da gehe ein lang geforderter Wunsch der betroffenen Hausener in Erfüllung. Dem stimmte vom SPD-Ortsbezirk und Mitglied des Ortsbeirats Horst-Jürgen Briegel zu.  Er erinnerte, dass die SPD erstmals 1986 der Ostanbindung zugestimmt habe und dies 1991 einstimmig im Ortsbeirat erneuert habe. Mit der Genehmigung von „Hausen-Ost“ im Dezember 2009 sei endlich der Weg für die Bebauung frei geworden, erläuterte Bürgermeister Schäfer. Einzige Auflage des Regierungspräsidiums sei es gewesen, das Gebiet in maximal drei Abschnitten zu entwickeln. Das zunächst der erste Abschnitt mit einem Teil im Norden und Süden bebaut werden könne, sei den Bauexperten aufgrund der Wasser- und Abwasseranschlüsse geschuldet. Am 17.12.2010 habe dem auch die Stadtverordnetenversammlung zugestimmt.

Mehr als 60 interessierte Bürgerinnen und Bürger wollten im Hausener Bürgerhaus sich bei der SPD über die geplante Entwicklung des neuen Baugebietes "Hausen-Ost" informieren

Durch die zügige Vermarktung der Baugrundstücke sei auch der Bau des Kreisels zu finanzieren. Ein Spielplatz ist in dem Gebiet auch geplant, so Schäfer. Anbindung erfahre das Gebiet an die Straßen „Am Hombiegel“, „Zur Lutherlinde“ und „Breslauer Straße“. Die Vermarktung der Grundstücke könne dann erfolgen, wenn man mit den bisherigen Besitzern handelseinig wäre. Hier würden auch Wünsche der bisherigen Besitzer für Baugrundstücke bevorzugt behandelt. Zunächst würden allerdings die Flächen im 1. Abschnitt aufgekauft werden, beantwortet Schäfer Fragen aus der Bürgerschaft.  Angesprochen auf Probleme beim Abwasserabfluss in Hauskellern in Breslauer- und Stettiner Straße, sagte Schäfer, dass die bestehenden Anschlüsse für die 10 Bauplätze im südlichen Teil mit Anschluss „Hombiegel“ laut Abwasserexperten ausreichend seien. Im nördlichen Teil gebe es eine Lösung mit der Ableitung über das Abwassersystem südlich der L3131. Fragen zu den Quadratmeterpreisen konnte Schäfer  noch nicht beantworten. Für das Baugebiet wünscht er sich eine gesunde Mischung zwischen Familien jeden Alters. „Hausen-Ost“ sei wohl auf die nächsten 50 Jahre das letzte neue Baugebiet das in Hausen entstehen würde, so der Pohlheimer Bürgermeister.

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