Harmonie sagt „Servus“ mit Frühlingskonzert zu Chorleiter

POHLHEIM, WATZENBORN-STEINBERG  (rge/ger/rg), Mit einer Ode an das Leben bei dem Lied „Alle Dinge dieser Welt“ im Satz von John Rutter verabschiedeten sich die Sängerinnen und Sänger des Gesangverein Harmonie 1906 Watzenborn-Steinberg nach neun Jahren erfolgreicher chormusikalischer Zusammenarbeit von ihrem Dirigenten Jochen Stankewitz. Der hatte bei dem als „Frühlingskonzert“ apostrophierten Chorkonzert nochmals mit seinen beiden von ihm geführten Harmonie-Chören, dem gemischten Chor und dem Frauenchor „Orea Foni“ beschwingte Chormusik ausgesucht.

 

Der gemischte Chor des GV Harmonie Watzenborn-Steinberg beim Abschiedsauftritt von Chorleiter Jochen Stankewitz beim Harmonie-Frühlingskonzert in der Volkshalle

Daneben setzte der Harmonie-Männerchor mit Leiter Hans Happel Akzente mit klassischem Männerchorgesang bei den fachkundigen Zuhörern. Als Gäste waren zudem von Moderator Oliver Neundorf auch befreundete der von Stankewitz selbst geleitete gemischte Chor mit der „Felicita“ der GV Heiterkeit Sängerkranz Großen-Buseck und der von den Watzenborn-Steinberger Musiker Patrick Rudolph geführte Chöre der Harmonie Rechtenbach in den Hans-Weiß-Saal der Volkshalle in den Pohlheimer Stadtteil Watzenborn-Steinberg an diesem frühlingshaften späten Sonntagnachmittag gekommen.

 

Begrüßt wurden die 250 Chorfreunde, darunter der Watzenborn-Steinerger Ortsvorsteher Klaus-Dieter Gimbel, in der Volkshalle von einem der drei Vorsitzenden im Harmonie-Vorstand, Dominik Rudolph. Er erinnerte zu Beginn des „Frühlingskonzertes“ an die Opfer der jüngsten Naturkatastrophen in Japan, das die andere Seite der schönen Seite der Natur, wie jetzt im aufblühenden Frühjahr aufzeige. Der Harmonie-Gastbegerchores hatte zum Auftakt das beschwingte Madrigal „Zur Feier“ von Christoph Willibald Gluck ausgesucht. Auch „Viva la musica“ im Satz von östereichisch-ungarischen Komponisten Ivan Eröd war stimmungsvolle Chormusik zum Gefallen der Zuhörer. Mit dem Brahms-Volkslied „Erlaube mir feins Mädchen“ führten sie deutsche Liedkunst auf, bevor Stankewitz die Töne nochmals beim „Alle Dinge dieser Welt“ angab. Der Männerchor des GV Harmonie Watzenborn-Steinberg, der wie Moderator Oliver Neundorf informierte von 27 Sangesfreunden im Jahr 1906 in der Ludwigshöh` gegründet worden war, hatte sich mit dem englischsprachigen Spiritual von Lee Gilliam „My Lord, what a mornin“ ein eindringliches Stück ausgesucht. Im Satz von Hans Happel kam als nächstes „There is a Redeemer“ bevor klassische deutsche Chorliteratur aus der Feder von Mathieu Neumann mit dem „Unter der Linde“ intoniert wurde. Die Vorträge mit dem italienischen Stück „Benia Calstoria“ von Bepi de Marzi und dem flotten „Die Katze lässt das Mausen nicht“ von Kurt Lissmann wurde vom Publikum mit begeisterten Beifall aufgenommen. Der gebürtige Watzenborn-Steinberger Patrick Rudolph hatte als ihr Chorleiter mit den Sängerinnen und Sängern des Gesangvereins Harmonie Rechtenbach seinen Auftritt. Er hatte sich mit dem von ihm seit 2007 geleiteten Chor „Wanderers Nachlied“ (Moritz Neumann), dem sakralen Stück „Herr, unser Gott“ (Joseph Ingnatz Schnabel) zum Einstieg ausgesucht. „Rote Lippe soll man Küssen“ (Satz: Lorenz Maierhofer) und „Hey, das ist Musik für dich!“ waren bekannte Schlager, die die Chorgäste aus dem benachbarten Lahn-Dill-Kreis anstimmten.

Zunächst mit dem Frierici-Stück „Wir lieben sehr im Herzen“ war moderne Chormusik mit dem Jazz-Titel „Blue Skys“ von dem gemischten Chor „Felicita“ des GV Heiterkeit Sängerkranz Großen-Buseck mit Dirigent Jochen Stankewitz zu hören. Die  Beatles kamen zu Ehren beim Titel „Blackbird“ sowie ein Arrangement von Franz M. Herzog mit dem spanischen Titel „Un poquito cantas“ betonte die internationale Bandbreite der Busecker Gäste. Nach der Pause hatte der Watzenborn-Steinberger Harmonie-Frauenchor „Orea Foni“  seinen beachteten Auftritt. Die elf Sängerinnen boten unter der letztmaligen Leitung von Stankewitz mit dem Musical-Titel „Cabaret“, dem afrikanischen Traditional „Ghana Alleluja“ sowie dem Welthit „The Rose“ schöne Chormusik. „Haste Töne“ lautet der Name des jungen Chores der Harmonie Rechtenbach mit Patrick Rudolph an der Spitze im Jahr 2007 gegründet wurde. Sie hatten sich mit „Shut de do“ (John F. Hutch), „Ain`t no Rock“ (Alfred McCrary), „I get around“ (Nanni Byl) und „Ich habe geträumt vor langer Zeit“ durchweg zeitgenössische populäre Literatur ausgesucht.

Die Sängerinnen und Sänger der Heiterkeit "Felicita" Großen-Buseck und Harmonie Watzenborn-Steinberg unter Leitung von Jochen Stankewitz beim Finale des Harmonie-Frühlingskonzert in der Volkshalle

„Wohlauf in Gottes schöne Welt“ im Satz von Rainer Butz intonierten kurz vor Ende die beiden Harmonie-Chöre aus Watzenborn-Steinberg und Rechtenbach gemeinsam eindrucksvoll auf der Volkshallenbühne.

Der Chorleiter Jochen Stankewitz (2. von links) wurde von Uwe Degen (links), (rechts neben Stankewitz) Wilken Gräf, Dominik Tamme und Dominik Rudolph mit "Goldenen Schallplatten" verabschiedet

Bevor dann im großen Finale des Harmonie-Frühlingskonzerts die Watzenborn-Steinberger Sängerinnen und Sänger gemeinsam mit der Felicita aus Großen-Buseck gemeinsam das „Laudate“ von Knut Nystedt anstimmten, nutzte der Harmonie-Ehrenvorsitzende Wilken Gräf um dem scheidenden Jochen Stankewitz nochmals ein herzliches „Danke schön!“ zu sagen. Er erinnerte an eine erfolgreiche Chorzeit im Männer- und Frauenchor mit Stankewitz. Dazu gehörten Konzerte mit der bekannten A cappella -Formation „Amarcord“, dem Montana-Chor und dem Trompeter Walter Scholz sowie der Internationale Chorwettbewerb im 100. Harmonie-Jahr 2006 in Watzenborn-Steinberg. Schöne Erfolge waren 2005 der 2. Platz des Männerchors beim Hessischen Chorfestival 2005  in Dautphetal unter der Führung von Stankewitz, dem 1. Platz des Frauenchores beim hessischen Chorfestival in Pohlheim 2008 und des kleinen Frauenchores „Orea Foni“, der bereits im Gründungsjahr 2009 einen 2. Platz beim Wettbewerb in Hüttenberg in der Sonderklasse holen konnte. Zur Erinnerung an diese Zeiten erhielt er von den Harmonie-Verantwortlichen ein Erinnerungsbild mit goldenen Schallplatten überreicht.

 

Die beiden Stantewitz-Chöre bildeten im Finale des sonntäglichen Konzertnachmittags einen ein eindruckvolles Schlussbild auf der Bühne. Mit dem Hit „Mambo“ von Herbert Grönemeyer bewiesen sie nochmals ihrer von Chorleiter Jochen Stankewitz vermittelten und geprägten Musikalität. Viel Applaus erhielten alle Chorsänger aus Großen-Buseck, Rechtenbach und der Gastgeber aus Watzenborn-Steinberg bei diesem Frühlingskonzert und Stankewitz dankbare Anerkennung für sein Wirken in der „Singenden Stadt“ Pohlheim. Am Ende wurde noch gemeinsam beim gemütlichen Beisammensein gefeiert und an viele schöne gemeinsame Ereignisse und Konzerte erinnert.

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