In der Spinnstub` wurde auch früher Fasching gefeiert – Heiratsmarkt

Birgit Kolmer (links) und Leni Weimer trugen mit dazu bei, dass der Erzählnachmittag in der Heimatsstube in Watzenborn-Steinberg für die Besucher ein spannender Nachmittag wurde

POHLHEIM, WATZENBORN-STEINBERG  (rge/ger/rg), Mit dem „Wintertag im Ellerschhaus“ aus der Feder des 2009 verstorbenen Heimatschriftstellers Emil Winter aus Heuchelheim ließ das Team der Heimatsstube in der Heimatvereinigung Schiffenberg des Ortsvereins Watzenborn-Steinberg bei ihrem ersten Erzählnachmittag in diesem Jahr die Welt rund um das Jahr 1900 in Mittelhessen wieder lebendig werden. Damit erinnerten am Sonntagnachmittag, Birgit Kolmer, Hannelore Schmandt, Christa Magel, Leni Weimer und Elke Schneider unter anderem in ihren Lesungen an die Tradition der Spinnstubenzeit.

Sie waren abendliche Treffpunkte der jungen Mädchen in der kalten Jahreszeit und zum Ende in der Faschingszeit wurde in der Spinnstube auch mit Tanz und Gesang gefeiert. Dann kamen auch junge Männer zu den damals auch als „Heiratsmarkt“ bekannten Treffen, wo sonst nur Schafwolle zu Flachs gesponnen und Dorfgeschichten ausgetauscht wurden. Dort in den Spinnstuben wurde dann so manche Liebe fürs ganze Leben begründet, war den Geschichten und Gedichten zu entnehmen. Aber auch die hohe Kunst des Volkslieds wurde gepflegt. Auch an diesem Sonntag stimmten in der vollbesetzten „gut Stub“ der Heimatstube Pohlheim die Gäste gemeinsam altes Liedgut, wie mit dem Lied „Am Holderstrauch“, gemeinsam an. Bei Kaffee und selbstgebackenen Kreppeln tauschte man sich über lang zurückliegende Erinnerungen aus. In diesem Jahr sind noch zwei weitere Erzählnachmittage geplant. Termine werden rechtzeitig mitgeteilt.

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