Hommage des Kirchenchores an Jahrzehnte kirchenmusikalisches Wirken

Der Evangelische Kirchenchor Watzenborn-Steinberg bei seinem Auftritt bei Orgel+ in der Christuskirche

POHLHEIM, WATZENBORN-STEINBERG (rge/ger/rg), Es war eine schöne Hommage an ihren 2003 verstorbenen und unvergessenen Chorleiter Hans Weiß und den Steinberger Komponisten, die der Evangelische Kirchenchor Watzenborn-Steinberg am Freitagabend mit dem Vortrag zwei seiner Chorkompositionen zu Ehren Gottes den Zuhörern bei Orgel+ präsentierte. „Er ist die Hand auf meiner Schulter“ und „Zwischen Himmel und Erde“ dirigierte sein Wegbegleiter und Freund, Dieter Schäfer, begleitet am Klavier von Kantorin Yoerang Kim-Bachmann. Mit Schäfer, einem weiteren ehemaligen Kirchenchorleiter (2000-2004) und der heutigen musikalischen Leiterin, spannte das Orgel+-Konzert mit dem Chor im Rahmen seines 90. Gründungsjahres einen gelungenen Bogen über Jahrzehnte erfolgreiches kirchenmusikalisches Wirkens, dass an diesem Abend den Zuhören viel Freude bereitet.  Von den neun Jahrzehnten seines Bestehens, auf die der Chor in diesem Jahr zurückblicken kann, hatte der 2003 verstorbene Weiß alleine 41 Jahre von 1952 bis 1993 bei den Sängerinnen und Sängern den Taktstock geführt.

 

Eröffnet wurde das Konzert allerdings von fünf Stücken eines des international populärsten Komponisten von Chor- und Kirchenmusik, dem Briten John Rutter. „Für die Schönheit dieser Welt“ waren Eingangs ein Bekenntnis zur Schöpfung Gottes durch die Sängerinnen und Sänger aus seiner Feder. In der Auswahl mit durchweg eingängigen Melodien hob sich dann noch „Look at the world – Schau auf die Welt“, die der Kirchenchor gemeinsam mit den Kindern Tamara Klotz, Lea Sophie Radtke, Carolin Tönne, Celine Keblowsky, Leonie Happel und Franca Eckhardt intonierte, hervor. Kantorin Yoerang Kim-Bachmann hatte sich im Orgelspiel neben Sigrid Karg-Elerts „Sollt ich meinem Gott nicht singen?“ und „Nun danket alle Gott“ auch Felix Mendelssohn-Bartholdys „Sonate I f-moll Opus 65“ ausgesucht und auf gewohnt eindrucksvolle Weise sowie mit dem richtigen Gefühl für den Inhalt des Stücks vorgetragen. Das vom Kirchenchor ein weiteres Stück eines ehemaligen Chorleiters mit Georg Hilfrich (1994-2000) mit dem „Alta trinita beata“ ausgesucht worden war, war weiterer Beweis für das Bewusstsein von Respekt in die Vergangenheit mit dem Blick aber auch in die Zukunft. Dieser stellten sich die Sängerinnen und Sänger im Finale mit Mendelssohn-Bartholdys „Wie der Hirsch schreit“ aus dem 42. Psalm op. 42, 1. Coro, die der Chor als Premiere im Kirchenschiff der Christuskirche vortrug. Kräftiger Applaus von den Konzertbesuchern gab es dafür und das ganze Konzert für die Sängerinnen und Sänger.

 

Neben Dank durch den Kirchenchor-Vorsitzenden Wolfgang Schmandt an die musikalische Leiterin des Konzertabends Yoerang Kim-Bachmann und Dirigent Dieter Schäfer, sprach er eine Einladung  an potentielle neue und ehemalige Sänger für das große Kirchenchor-Konzert anlässlich „90 Jahre Evangelischer Kirchenchor Watzenborn-Steinberg“ am 18. November aus. Am Mittwoch, den 6. Juni um 19.30 Uhr startet zur Vorbereitung auf dieses Konzert im Thomashaus die erste Chorprobe. Der richtige Zeitpunkt um einzusteigen, ermunterte Schmandt. Im November werden dann neben dem Mendelssohn-Werk auch die zurückliegenden Höhepunkte bisheriger Kirchenchor-Auftritte mit der „Messe in D-Dur“ des böhmischen Komponisten Antonín Dvořák auch Teile des Mendelssohn-Oratoriums „Elias“ wieder aufgeführt werden. Die Konzertfreunde dürfen sich schon jetzt freuen.

 

 

         

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