Sakrale Stuckornamente werden gesichert

Baustart in der Evangelischen Kirche Holzheim. In einer ersten Baubesichtigung trafen sich am Freitag vlnr.Kirchenvorsteher Herbert Jung, Albert Mehl und Werner Faber vom Förderkreis Holzheimer Kirche, Pfarrer Lutz Neumeier mit der Architektin Stefanie Muskau und ihrer Kollegin Olga Beck zum offiziellen Start der Sanierungs- und Baumaßnahmen die insgesamt 700.000 euro kosten werden.
POHLHEIM, HOLZHEIM (rge/ger/rg), „Die Zeit der Vorplanung ist vorbei, jetzt fängt die Arbeit erst richtig an.“ unterstreicht der Kirchenvorsteher der evangelischen Kirchengemeinde Holzheim, Herbert Jung bei der ersten Baubesichtigung zum Start der Sanierung der Holzheimer Kirche. Für ihre Kirche mitten im Dorf haben die Holzheimer einiges übrig, denn schon jetzt sind 30.000 Euro gesammelt worden für das historische Schmuckstück inmitten ihrer Gemeinde. Insgesamt sind 700.000 Euro Investitionen nötig, die Schäden zu beseitigen und das Gotteshaus zu sanieren, modernisieren und restaurieren. Rund 20 Prozent der Investitionssumme muss die Holzheimer Kirchengemeinde selbst tragen. Für die Holzheimer Bürgerinnen und Bürger ist außerhalb schon seit einigen Tagen das Gerüst rund um die Kirche sichtbares Zeichen der beginnenden Arbeiten.
Aber auch Innen wurde Altar, Kanzel und Bänke in Folie verpackt und ein Gerüst errichtet, das bis unter die mit sakralen Stuckornamenten verzierte Decke reicht. Eine ideale und sichere Arbeitshöhe für die Restauratoren, die in den kommenden Wochen die Decke unter anderem mit Baumwolldecken absichern werden, damit Deckenputz und Ornament nicht bei den Dacharbeiten in den Kirchenraum stürzen können und sicher verpackt und fixiert sind, informiert Architektin Stefanie Muskau bei der Baubesichtigung. Mit ihr sind neben dem Kirchenvorsteher und Pfarrer Lutz Neumeier auch die Förderkreis-Mitglieder Albert Mehl und Werner Faber gekommen, um sich ein erstes Bild der beginnenden Arbeiten machen zu können. Denn zunächst haben die Zimmerleute ihre Arbeit auf der Baustelle zu verrichten. Die aus nächster Nähe in der Decke und Wand sichtbaren Risse und Schäden sind durch beschädigte Eichenbalken durch Undichtigkeiten im Dach entstanden, informiert die Expertin, die bereits viel Erfahrung bei historischen Kirchensanierungen sammeln konnte. Die Handwerker werden vom Dach her die Balken und Traufen der Deckenebene sanieren. Dazu wird ein Notdach aufgebaut. Vier Monate sind für diese Arbeiten veranschlagt. Aber nicht nur die Handwerker sind fleißig, viel mehr sind es die Holzheimer selbst, die aktiv mit ihren Möglichkeiten helfen. Sie sammeln weiter fleißig Geld für die Sanierung. Der Förderkreis hat in diesen Tage Spendenbriefe an die Gewerbetreibenden in dem Pohlheimer Stadtteil versandt und hofft auf deren finanzielle großzügige Unterstützung. Die Holzheimer Frauenhilfe der Kirchengemeinde hatte am Sonntag zum ersten Kirchenkaffee mit gespendeten und selbst gebackenen Kuchen geladen und dabei 550 Euro eingenommen. Herbert Jung freut sich, dass die Landfrauen am 24. Juni, die Gymnastikfrauen am 8. Juli und auch die Frauen des Gesangvereins Harmonie zum Kirchenkaffee in das Gemeindehaus zur Unterstützung der Kirchensanierung einladen. Sein Dank gilt allen Vereinigungen, Gruppen, Unternehmen und Personen, die bereits bisher ihren Beitrag für die Holzheimer Kirche freiwillig mit den Erlösen aus Aktionen, Feiern und Veranstaltungen geleistet haben. Spenden für die Kirchensanierung in Holzheim kann man jederzeit unter den Spendenkonten bei der
Sparkasse Gießen, Konto 205026320, Bankleitzahl 513 500 25 oder bei der
Volksbank Mittelhessen, Konto 97183929, Bankleitzahl 513 900 00.








