
Die World Choir Games-Präsidenten Günter Titsch und Dan Lincoln (CEO
Cincinnati USA Convention & Visitors Bureau, USA) überbrachten die freudige Botschaft an den Gefanngenenchor UMOJA in Ohio, dass sie in den Kategorien Gospel und Spirital ein Golddiplom erzielt hatten.
CINCINNATI/POHLHEIM (rg/rge/ger), Noch niemals zuvor hat bei den World Choir Games ein Gefängnischor teilgenommen. Diese Premiere durch den UMOJA Men`s Chorus des Ohio-Staatsgefängnisses „Warren Correctional Institution“ unter Leitung von Chorleiterin Catherine Roma wurde auch gleich mit zwei Golddiplomen in den Kategorien Gospel und Spiritual belohnt. Die Präsidenten der World Choir Games, der Pohlheimer Interkultur-Präsident, Günter Titsch sowie Dan Lincoln übergaben jedem der Sänger bei einem Besuch des Gefängnisses die Diplome persönlich. Die Gefangenen, von denen viele seit mehr als 20 Jahren im Gefängnis einsitzen, zeigten sich sichtlich erfreut über dieses besondere Ereignis in ihrem Alltag.
Seit Jahren haben sie dank einem sozialen Programms von Ohio die Möglichkeit einmal die Woche immer donnerstags für zwei Stunden ihre teilweise selbst komponierten Stücke mit der engagierten Chorleiterin einzustudieren. Eine Woche vor der Verleihung war eigens die internationale Jury in das Gefängnis gekommen, um ihren Wettbewerbsauftritt im mit Stacheldraht und Wachtürmen gesicherten außergewöhnlichen Konzertort zu bewerten. Das deutsche Jury-Mitglied, Nicol Matt, zeigte sich beeindruckt von der Lebendigkeit und der Harmonie der Stimmen, der farbigen Sänger. Für den 52-jährigen Kevin Lee, der seit 1990 im Gefängnis einsitzt, beschreibt seine Gefühle: „Die Musik gibt uns Kraft und Hoffnung.“ Für den Pohlheimer Interkultur-Präsidenten Günter Titsch ist diese Premiere in seiner sozialen Bedeutung des Chorgesangs für die Integration von Menschen unschätzbar. „Die Freude bei diesen Menschen über ihren Erfolg durch den Gesang war förmlich zu spüren.“ Sogar eine CD des Gefängnischores UMOJA ist inzwischen erschienen. Traurig nur für die gefangenen Chorsänger, dass das staatliche Programm wohl dem Rotstift im Staat Ohio zum Opfer fällt. Rührend war, dass sie eine am Tage zuvor komponierte Liebeserklärung an ihre Chorleiterin vor dem Publikum im Besuchsraum musikalisch präsentierten. Am Freitag und Samstag werden alle Champions der World Choir Games gekürt sein. Der Gefangenenchor kann bei der Schlussfeier mit Broadway-Star, Idina Menzel und allen Chören nicht dabei sein und sich dann selbst auf Großbildleinwand nur im TV erleben können. Schon jetzt kann man von einer begeisternden „Olympiade der Chöre“ mit vielen Superlativen in einem überaus gastfreundlichen Cincinnati USA sprechen. (Abschlussbericht folgt kommende Woche)








