CINCINNATI USA wurde Champion der Herzen bei den World Choir Games

Pohlheimer Interkultur und 15.000 SängerInnen als Freunde empfangen

Große Kulisse für Chorsänger aus vielen Nationen beim Finale der 7. World Choir Games in CINCINNATI USA während der Closing Ceremony mit dem Cincinnati Pops Orchestra in der USA Bank Arena

CINCINNATI/POHLHEIM, 17.07.2012 (rg/rge/ger), Als Champion der Herzen bei den 7. World Choir Games (WCG) präsentierte sich die Gastgeberstadt Cincinnati USA bei dem weltweit größten Chorfestival. Dies bescheinigten den US-Amerikanern die Organisatoren aus dem mittelhessischen Pohlheim mit dem World Choir Games-Präsident, Günter Titsch an der Spitze und sein 70-köpfiges internationales Team von INTERKULTUR. Aber auch die 15.000 Teilnehmer der 362 Chöre sowie Juroren und Delegationen aus 64 Nationen waren hoch zufrieden mit der Organisation der Wettbewerbe, Gala- und Freundschaftskonzerte sowie der Gastfreundschaft in der Stadt am Ohio-River. Mit Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft und immer einem Lächeln und offener Neugierde für die Besucher aus aller Welt hatten viele der 4.600 ehrenamtlichen Helfer eigens ihren Jahresurlaub geopfert um dabei sein zu können und helfend zur Seite zur stehen. Auch der Co-Chair von Procter & Gamble, der Deutsche Werner Geissler

Die Fahne der World Choir Games wurde in CINCINNATI USA durch Günter Titsch an Rigas Bürgermeister Nils Ušakovs aus der Gastgeberstadt der kommenden World Choir Games 2014 in Lettland übergeben.

berichtete von einer noch nie da gewesenen unglaublichen Stimmung in der Stadt. „Die Menschen hier, werden die schönen Momente im fröhlichen Zusammentreffen mit fremden Kulturen und dem Chorgesang nicht vergessen.“ Nachdem am Freitag und Samstag die letzten Champions gekürt und die Medaillen verliehen worden waren, wurde die Fahne der World Choir Games an die nächste Gastgeberstadt im lettischen Riga übergeben. Titsch und der Bürgermeister von Cincinnati, Mark Mallory überreichten sie an Rigas Bürgermeister Nils Ušakovs vor 10.000 Zuschauern in der US-Bank Arena.

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Großes Finale bei den 7. World Choir Games in Cincinnati USA vor über 10.000 Zuschauern aus aller Welt in der US Bank Arena mit Interkultur-Präsident Günter Titsch, dem künstlerischen Direktor von Interkultur und Gastdirigenten der Cincinnati Pops, Gabor Hollerung (Budapest) sowie dem US-Broadwaystar Idina Menzel

Mit der feierlichen Eröffnungsfeier mit US-Musikstar und Grammy-Gewinner, Kirk Franklin am US-Unabhängigkeitstag, dem 4. Juli 2012 hatte für 11 Tage lang der Chorgesang in der Stadt am Ohio-River den Ton angegeben und die bunte Vielfalt der Kulturen der Welt prägte das Stadtbild. Ungewohnt ausführlich für deutsche und europäische Verhältnisse bei einem Chorfestival hatten die wichtigen TV-Stationen über ABC, CBS und NBC sowie Radio und Presse über die World Choir Games berichtet. Berichte in wichtigen deutschen Presseorganen von „Die Zeit – Online“ (Olympisches Sommersingen) über „Cicero“ (Der Klebstoff unserer Gesellschaft) bis hin zum „Tagespiegel-Berlin“ (Olympia der Chöre) würdigten das Chorereignis in den USA durch deutsche Organisation. Und auch bei den US-Bürgern traf die chorische Kulturveranstaltung auf ein riesiges Interesse. Fast alle der 200 Veranstaltungen  meldeten ausverkaufte Konzerthallen. „Das hat die Stadt noch nicht erlebt“, sagte auch Dan Lincoln, amerikanischer Präsident der World Choir Games und CEO und Präsident des Convention und Visitors Büro von Cincinnati. Schon morgens um 6 Uhr wurde auch US-weit live vom zentralen Fountain Square in „Good morning America“.

 

Die Stadt hatte zudem die World Choir Games dazu genutzt, die Infrastruktur von Cincinnati umfassend zu sanieren. Straßen, Plätze und Parks präsentierten sich in neuem Glanz. Insgesamt wurden über 10 Millionen Dollar in die Chorspiele investiert, überwiegend von privaten Sponsoren. Alleine 2 Millionen trug der Hauptsponsor Procter & Gamble dazu bei. Hier war man außerordentlich zufrieden mit der Resonanz, so ist nach ihren Angaben alleine in den USA jeder vierte Bürger direkt oder indirekt mit dem Chorsingen verbunden. 169 Chöre hatten sich aus dem Gastgeberland angemeldet. Dementsprechend wurden ganzseitige Zeitungsanzeigen und TV-Spots von „P&G“ geschaltet, die als Dankeschön an die WCG-Moms (Mütter) der Sänger gerichtet waren. Das Unternehmen mit seiner 175-jährigen Geschichte, mit bekannten Produkten von Ariel, Pampers über Wella bis hin zu Braun, strebt angesichts des Erfolgs der WCG weiteres Engagement mit Interkultur an, sagte  Vize-Vorstand Geissler bei einen Interview. Und auch Hotels, Restaurants und Kaufhäuser zeigten sich bei Befragungen zufrieden über die vielen Besucher, die neben Chorgesang auch internationalen Flair und Kauflust mit nach Cincinnati gebracht hatten. Ein Renner waren auch die WCG-Fanartikel. Hier gab es vom T-Shirt über Baseball-Kappen bis hin zu iphone-Hüllen alles was das Chorherz begehrte. Für Sammelpins gab es eigens eine zentrale Tauschbörse.

 

Der Gospelchor “Rejoice” aus Langenberg holte es sich gleich zweimal in den Kategorien “Gospel” und “Spiritual” und freute sich dementsprechend bei der Preisverleigung in der US Bank Arena bei den 7. World Choir Games in Cincinnati USA; links neben den Silbermedaillen-Gewinnern der künstlerische Direktor, Dr. Ralf Eisenbeiß und rechts Interkultur-Präisdent, Günter Titsch bei der Übergabe

Zum Erfolg trugen aber vor allem die Vielfalt und die hohe Qualität der Chöre aus aller Welt bei. Alleine 70 Chöre waren aus China angereist. Und auch Teilnehmer aus Brasilien, Venezuela, Kolumbien in Südamerika und Südafrika, Namibia und Nigeria vom afrikanischen Kontinent sowie aus Indonesien und Indien in Asien hatten sich von der weiten Anreise nicht schrecken lassen. Sie alle hatten ihre Musik und ihre Lebensart mitgebracht und waren dabei als es um Gold, Silber und Bronze ging. Ein indonesischer Chor war sogar erst am Abschlusstag verspätet angereist. Kurzerhand wurde nach dem Finale von den US-Gastgebern noch ein Auftritt am Sonntag beim Baseball-Spiel der Cincinnati organisiert und bei einem weiteren Konzert rund  3.000 Dollar für die SängerInnen als Unterstützung gesammelt. Und auch drei deutsche Chöre waren gekommen um dabei zu sein. Neben dem Sängerkreis Hildburghausen und den Rocky Harmonists waren es der „Gospelchor Rejoice“ die die schwarz-rot-goldenen Farben in den USA vertraten. Vor allem bei der „Parade der Nationen“ durch die Straßen von Cincinnati wurden die Sängerinnen und Sänger aus Deutschland mit ihren Schwarz-Rot-Goldenen Cowboy-Hüten und Hawai-Blumenketten von tausenden von Amerikanern laut bejubelt und begrüßt. Ein deutsches Kamerateam begleitet den Chor seit Monaten schon während der Vorbereitungen und war auch vor Ort dabei als „Rejoice“ zwei Silber-Medaillen in den Kategorien „Gospel“ und „Spiritual“ holte. Hier erranagen, wie erwartet starke US-Chöre die Gold-Platzierungen und die Champions-Titel. Die ausführliche Dokumentation mit „Rejoice“ rund um die World Choir Games wird demnächst in den TV-Sendern des WDR und NDR sowie im deutsch-französischen Kultursender „arte“ zu sehen sein. Und auch die „Rocky Harmonists“ waren mit ihrer Bronze-Medaille in der stark besetzten Kategorie „Populäre Chormusik“ zufrieden und wurden vom Publikum gefeiert.

 

Farbenfroh ging es bei der “Parade der Nationen” bei den 7. World Choir Games in CINCINNATI USA zu. Hier Interkultur-Präsident Günter Titsch mit der Musiker-Funk-Legende, Bootsy Collins (links neben Titsch)

Interkultur-Präsident Günter Titsch, der zudem in diesen Tagen die Nachricht über die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes erhielt, zog angesichts der zurückliegenden Tage eine überaus erfreuliche Bilanz. „Diese ersten World Choir Games in den USA setzen einen neuen Meilenstein in der Erfolgsgeschichte dieses olympischen Wettbewerbs der Chöre seit dem Jahr 2000. Wir haben es mit unseren amerikanischen Freunden in Cincinnati geschafft, im gemeinsamen Singen Menschen verschiedener Nationen friedlich zusammenzubringen und bewiesen das Chorsingen Spaß macht“. Er dankte allen Unterstützern und Organisatoren in den USA an der Spitze mit Bürgermeister Mark Mallory und den US-Organisatoren Dan Lincoln und Nick Vehr sowie Werner Geissler von P&G.

 

Die WCG-Maskottchen “Whirl & Twirl”, hier auf dem Paradewagen, waren gern gesehene Gäste und Fotoobjekt bei den ChorgesängerInnen aus aller Welt; hier mit dem WCG-Präsidenten und CEO des Visitors and Convention Bureau, Dan Lincoln und seinem Sohn

Den Medaillenspiegel führen übrigens die USA mit 76 Medaillen (23 Gold, 46 Silber, 7 Bronze) vor China mit Hongkong SAR mit 53 (30 Gold, 18 Silber, 5 Bronze) und Indonesien mit 17 (8 Gold, 9 Silber) sowie Russland (3 Gold, 7 Silber, 1 Bronze) und Südafrika (10 Gold, 1 Silber) jeweils mit 11 Medaillen an. Deutschland holte 2 Silber und 1 Bronze-Medaille. Insgesamt wurden 106 Gold, 139 Silber und 19 Bronze-Medaillen durch die internationale Jury vergeben, bilanzierte der künstlerische Direktor Dr. Ralf Eisenbeiß.

Stolze US-Champions der World Choir Games 2012 in Cincinnati waren auch die Sängerinnen des Greater Harrisburg Chorus

 

Den Titel „Champion of the 7. World Choir Games“ teilen sich 22 Kategorie-Sieger, davon China, Südafrika und USA jeweils 5 Champions-Titel, die Niederlande mit 2 Titeln sowie Indonesien, Kanada, Lettland, Schweiz und Venezuela mit jeweils einem Champions-Titel.

Der Chor Dekoor Close Harmony aus den Niederlanden holte sich zweimal den Champion-Titel der 7. World Choir Games in CINCINNATI USA in den Kategorien “Pop” und “Jazz”

 

Zum Finale wurde nochmals am Samstagabend eine große Show der Chormusik geboten. Begleitet wurde dabei der Broadway-Star Idina Menzel vom Cincinnati Pops Orchestra mit internationalen Chören unter Leitung von John Morris Russel sowie dem Gastdirigenteb Gábor Hollerung aus Budapest (Künstlerischer Leiter bei Interkultur). Und auch die Gastgeber der 8. World Choir Games 2014 in Riga in der baltischen Repupblik Lettland präsentierten sich von ihrer musikalisch besten Seite mit dem Frauenchor „Latvia Voices“. Mit Bildern vom historischen Riga sowie dem offiziellen WCG-Song „My Song“ wurden die Gäste aus aller Welt auf dieses chorische Großereignis im guten alten Europa eingestimmt. Informationen dazu erhält man im Internet unter www.2014worldchoirgames.com.

 

Die Champions der 7. World Choir Games in CINCINNATI USA:

 

Kategorie 1: Junge Kinderchöre

Wenzhou Children Art School Boys Choir, Dirigent Qiaogo Chen, China

 

Kategorie 2: Kinderchöre

Vocalisti Angels, Yason Christy Pranowo, Indonesien

 

Kategorie 3: Junge gleichstimmige Chöre

Guangong Experimental Middle School Choir, Mingjin Xie, China

 

Kategorie 4: Junge Männerchöre

Diocesan Boys School Choir, Ronnie Kay Yen Cheng, China/Hong Kong SAR

 

Kategorie 6: Gemischte Jugendchöre

The „8 Seconds“ Mixed Chorus of Hangzhou Normal University, Bao Lin Yan, China

 

Kategorie 7: Gemischte Kammerchöre

The Sunday Night Singers, Mike McCullough & Allan Laino, USA

 

Kategorie 8: Gemischte Chöre

Stellenbosch University Choir, André van der Merwe, Südafrika

 

Kategorie 9: Frauen Kammerchöre

Latvian Voices, Laura Jekabsone, Lettland

 

Kategorie 10: Frauenchöre

Shanghai Conservatory of Music Girls, Hai Ling Wang, China

 

Kategorie 11: Männer Kammerchöre

Newman Sound Men`s Choir, Kellie Walsh, Jennifer Hart & David Chafe, Kandada

 

Kategorie 13: Sakrale Musik

Stellenbosch University Choir, André van der Merwe, Südafrika

 

Kategorie 14: Musik der Religionen

Stellenberg Girls Choir, André van der Merwe, Südafrika

Kategorie 15: Musica Contemporanea

Stellenbergs Girls Choir, André van der Merwe, Südafrika

 

Kategorie 16: Jazz

Dekoor Close Harmony, Christoph Mac-Carty, Niederlande

 

Kategorie 17: Gospel

The Jeremy Winston Chorale, Jeremy Winston, USA

 

Kategorie 18: Spiritual

The Aeolians of Oakwood University, Jason Max Ferdinand, USA

 

Kategorie 19: Barbershop

Greater Harrisburg Chapter Sweet Adelines, Claire Domenick, USA

 

Kategorie 20: Populäre Chormusik

Dekoor Close Harmony, Christoph Mac-Carty, Niederlande

 

Kategorie 21: Folklore

Ninos Cantores de la Qrquesta Sinfonica Juvenil y Camerata Larense, Libia Gomez & Diany Blanco, Venezuela

 

Kategorie 22: Szenische Folklore

Kearnsey College Choir, Bernard Krüger, Südafrika

 

Kategorie 23: Show-Chöre

Choraliers, Jeff Klark, USA

 

Alle Ergebnisse auf http://www.interkultur.com/competitions-festivals/world-choir-games/cincinnati-2012/results/.

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