Regensburger Domspatzen als „Klang gewordene Gemeinschaft“ erlebt

Adolf-Reichwein-Schule Pohlheim zum 40. Geburtstag gratuliert

Die Regensburger Domspatzen bei ihrem Auftritt in der Christuskirche Watzenborn-Steinberg aus Anlass „40 Jahre Adolf-Reichwein-Schule Pohlheim“

POHLHEIM, WATZENBORN-STEINBERG (rge/ger/rg), Es war eine andächtige Aufmerksamkeit bei den Chorfreunden in einem einzigartigen Konzert der Regensburger Domspatzen in Watzenborn-Steinberg am Freitagabend. Diese positive Spannung löste sich bei den 400 Zuhörern erst, als die letzten Töne beim „Ave Maria“ (Sergej Rachmaninov) und dem wunderschön vorgetragenen „Angelus Domini“ (Franz Biebl) in dem Kirchenschiff der Christuskirche in Watzenborn-Steinberg verklungen waren und durch langanhaltende stehende Ovationen des Publikums abgelöst wurden. Zuvor hatten die Knaben und jungen Männer mit ihrem musikalischen Leiter, Roland Büchner, die Zuhörer in Klangwelten entführt, die im Chorgesang selten erreicht werden. Ein ganzes Konzert lang über 90 Minuten schafften es die Domspatzen einen Spannungsbogen mit sakraler Chormusik zu formen, der in seiner Auswahl von meisterhaften geistlichen Kompositionen von Meistern aus dem Mittelalter bis hin zur Gegenwart kaum Wünsche bei den Konzertfreunden offen lies.

Ein musikalisches Geschenk zum 40. Geburtstag der Adolf-Reichwein-Schule erhielt stellvertretend für alle SchülerInnen und LehrerInnen, Norbert Kissel von den Regensburger Domspatzen mit der Uraufführung der von Kissel komponierten ARS-Schulhymne. Hier die Gratulation von Domkapellmeister, Roland Büchner (rechts) an Norbert Kissel. Im Hintergrund die jungen Sänger

Als Geburtstagsgeschenk zum 40. Geburtstag der Adolf-Reichwein-Schule Pohlheim (ARS), führten die Domspatzen zudem zum Finale die ARS-Schulhymne auf. Der überraschte ARS-Schulleiter und Komponist der Hymne, Norbert Kissel, nahm die Gratulation von Büchner und seinen jungen Sängern glücklich und gerührt entgegen.

 

Begrüßt wurden die Domspatzen und Konzertfreunde an diesem Abend von Norbert Kissel und Turgay Schmidt, die für den kürzlich gegründeten Verein für Naturwissenschaften und Musik an der Adolf-Reichwein-Schule (VERNAMU), das Konzert als Höhepunkt im Jubiläumsjahr organisiert hatten. „Wir möchten mit dem Konzert der Schule und unseren Gästen eine Freude machen“ unterstrich Kissel die Intuition zum Gastkonzert. Dabei würdigte er auch den Hauptsponsor mit der Volksbank Mittelhessen, die das Konzert mit ermöglicht hatte. In der Bank-Filiale der Neuen Mitte Pohlheims hatten die Sänger bereits kurz nach ihrer Ankunft in der Stadt am Limes ein Ständchen als Dankeschön gesungen.

 

„Klang gewordene Gemeinschaft in Vollendung“ Die Regensburger Domspatzen im Altarraum der Christuskirche in Watzenborn-Steinberg beim Auftritt

„Die Klang gewordene Gemeinschaft in Vollendung“, wie Kissel den Chor mit tausendjähriger Geschichte bezeichnete, zeigte aber erst in der Christuskirche warum der Chor als einer der besten Chöre der Welt apostrophiert wird. In vier bis acht Stimmigen Kompositionen bewiesen die Sänger diesen Titel in der Vielseitigkeit ihres Klangkörpers, der lange Jahre vom Bruder von Papst Benedikt XVI., Georg Ratzinger musikalisch maßgeblich geprägt worden war. Ob beim „Magnificat“ (Orlando di Lasso) im 5-stimmigen Satz über das „Laudate Dominum“ (Gregor Eichinger) bis zur Felix Mendelssohn-Bartholdys „Richte mich Gott“ mit seinen anspruchsvollen 8-Stimmen im ersten Konzertteil bewies der Chor eine ausgezeichnetes Klangbild in Dynamik, Aussprache und Intonation. „Pater Noster“, das „Vater unser“ aus der Feder von Jacobus Gallus (1550-1591) stand beim zweiten Teil gleich am Anfang der bis zu Zeitgenössischen Kompositionen, wie Benjamin Brittens (1913-1976) „Deus in adiutorium meum“ und seiner „Hymn to the virgin“ (Hymne an die Jungfrau) reichte. Rein in der Ausführung waren sowohl die hohen Stimmen der Knaben, wie auch tiefere Passagen durch junge Männerstimmen getragen wurden. Das dann am Ende des Konzertes lang anhaltender Applaus stand, war Respektbekundung und Wertschätzung des begeisterten Publikums für diese musikalische Leistung der Domspatzen mit ihrem Leiter, Domkappellmeister Roland Büchner, an diesem Jubiläumsabend der Adolf-Reichwein-Schule. Das die jungen Sänger aus Regensburg dann noch eine Nacht in Pohlheim bei Gasteltern verbringen konnten, war zudem ein schönes Zeichen für die herzliche Gastfreundschaft der ARS-Eltern an die weitgereisten Chormitglieder aus Bayern.

 

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Eine Antwort auf Regensburger Domspatzen als „Klang gewordene Gemeinschaft“ erlebt

  1. w.spreitzer@onlinehome.de sagt:

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