Schafherde in Holzheim von Hunden attackiert

Muttertiere schwer verletzt – Hundehalter gesucht

Die kleine Schaf-Herde von Gertrud und Karl-Heinz Klee in Holzheim ist nach dem Hundeeinfall vom Dienstagabend noch verängstigt. Vermutlich zwei Hunde verletzten zwei tragende Mutterschafe schwer, von denen eines aufgrund von schweren Bißwunden vom Tierarzt eingeschläfert werden musste

POHLHEIM (rge/ger/rg), Einen schweren Vorfall mit wildernden Hunden gab es am Dienstagabend in Holzheim. Dabei wurden zwei Schafe mit schweren Bisswunden attackiert. Eines wurde mit Fleischwunden so schwer verletzt, dass es von dem zu Hilfe eilenden Tierarzt eingeschläfert werden musste. Die Polizei hat die Ermittlungen gegen den unbekannten Hundehalter aufgenommen.

Gegen 19 Uhr wurden die Holzheimer Züchter Gertrud und Karl-Heinz Klee zu ihrer kleinen Schafherde im freien Feld entlang des alten „Eberstädter Weg“ gerufen. Ihnen bot sich ein Bild einer verängstigten Herde, bei denen ein Schaf offensichtlich mit blutenden Bisswunden verletzt worden war. Das Nachzählen auf dem mit elektrischem Weidezaun gesicherten Feld ergab, dass ein Schaf fehlte. Nach kurzer Suche wurde es verängstigt in der Nähe eines benachbarten Stalls schwer verletzt und blutend gefunden. Dem mit zwei Lämmern trächtigen Mutterschaf konnte nicht mehr geholfen werden und musste aufgrund der schwere der Verletzung an den Sehnen und im Genitalbereich noch vor Ort vom Tierarzt eingeschläfert werden. Klee ist verärgert, dass Hundehalter ihre Tiere unbeaufsichtigt beziehungsweise ohne Leine frei durch die Gemarkung laufen lassen. Er mag sich gar nicht ausdenken, was passieren hätte können, wenn ein Kind oder andere Menschen von den Hunden angegriffen worden wären. Immer wieder berichten Spaziergänger von Hunden die Wildtiere, wie Hase und Reh, zu Tode hetzen oder durch ihren Jagdinstinkt töten. Eine Nachfrage beim Ordnungsamt in Pohlheim ergab, dass die hessische Hundeverordnung keine generelle Leinenpflicht vorsieht. Allerdings müssen die Hundebesitzer ihre Tiere im Einwirkungsbereich sicher halten, damit das Leben und die Gesundheit von Mensch und Tier geschützt sind. In der Brut- und Setzzeit vom 1. April bis 15. Juli gilt eine besondere Aufsichtspflicht. Sollten Fälle von streunenden Hunden bekannt werden und jagende oder aggressive Hunde beobachtet werden, so bittet das Ordnungsamt Pohlheim um Hinweise. In Holzheim geht die Polizei nunmehr ersten Hinweisen aus der Bevölkerung nach. Klee ist optimistisch, dass der Hundehalter ermittelt wird. Neben dem nicht zu bemessenden Leid für Tiere und Mensch ist auch ein finanzieller Schaden für den Züchter entstanden.

 

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