„Flotte Biene“ aus Italien unterwegs

Tischlermeister Rainer Herzberger mit seiner „flotten Biene“

Tischlermeister Rainer Herzberger mit seiner „flotten Biene“

POHLHEIM/WATZENBORN-STEINBERG (rge/ger/rg), Sie ist eine flotte „Biene“ bei der der Watzenborn-Steinberger Tischlermeister Rainer Herzberger am Steuer sitzt. Dass sie drei Räder hat und grün lackiert ist, ist ihre ganz besondere Note. Sie ist nämlich ein Vespa-Rollermobil und sie kann man ab und an in dem Pohlheimer Stadtteil beobachten. Alleine bereits diese Attribute dürften in Mittelhessen dafür garantieren das der flotten Italienerin mit dem Typname „Vespacar Ape TM“ schon die Blicke der Betrachter folgen. Seit 1947 ist die „Ape“, was auf Deutsch „Biene“ heißt, meist auf südlichen europäischen Straßen unterwegs. Ab und an schafft es ein Exemplar dieses Kleintransporters „Made in Italy“ auch schon mal zum nördlichen Nachbarn bis in unsere Heimatgefilde. Wenn dann noch ein deutscher Tischler sein eigenes Holzhäuschen auf der Ladefläche aufbaut, dann ist das schon etwas nicht Alltägliches.

 

Dazu gehört auch die Geschichte die mit der „Biene“ verbunden ist. Die wurde im Sommer 2011 in einem Garbenteicher Teich von gemeinen Randalierern versenkt erzählt Herzberger. Die anschließende Rettungsaktion gelang. Voller Schlamm hatte man fast die Hoffnung aufgegeben den 1-Zylinder Diesel mit seinen 422 ccm wieder gangbar zu machen. Herzberger als neuer Besitzer staunte nicht schlecht, als mit neuen Öl, Diesel und Glühkerze der Dieselmotor wieder nach einigen Versuchen losklapperte. Er und sein Sohn Felix hatten zuvor alles wieder gereinigt und hergerichtet. Dazu kam die Idee mit einem campingtauglichen Aufbau aus Holz. Mit seiner Biene und dem von ihm als „Holzwurm Wohni“ getauften Häuschen auf der Ladefläche wollte der Fan des Ranchfestes in Gleimenhain bei Kirtorf im Vogelsberg anreisen und darin mit Schlafsack übernachten. Dort gab es regelmäßig ein Mangel an Betten. Also wurde gebohrt, gesägt, gefräst und geschraubt und kurz darauf war die Biene mit Schlafgelegenheit fertig. In Kirtorf ist Rainer Herzberger ein guter Bekannter und Freund, denn vor drei Jahren hat er dem Veranstalter-Paar Manni und Doris zu Hochzeit ein Indianertotem aus Holz für ihre Ranch geschenkt. Zwei Personen können in dem Holzwurm-Wohnmobil auf der Pritsche der Biene schlafen. „Ein tolles Gefühl!“ sagt er nach seinem diesjährigen Sommertrip nach Kirtorf. Seine Biene schafft übrigens bis zu 65 Stundenkilometer in der Stunde bei immerhin 13 PS und braucht nur 4,5 Liter Diesel. Da wird die Anfahrt schon mal auf größeren Strecken etwas länger, aber alles in und rund um Pohlheim ist kein Problem. Und auf die Ladefläche passt einiges Werkzeug und Material des Schreiners. Bis zu 23 Prozent Steigungen sind auch kein Problem für die fleißige Biene, die in Watzenborn-Steinberg für einiges Aufsehen sorgt und nach der sich nicht nur Männer umdrehen.

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Eine Antwort auf „Flotte Biene“ aus Italien unterwegs

  1. Claas sagt:

    Cooole Kiste. 🙂

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