„Grüninger wARTe“ zeigt kultige Skulpturen

Kunst aus Holz und Metall von Tischlermeister Michael Hirz im Hoinkdeppe

er Pohlheimer Künstler Michael Hirz auf der Grüninger Warte mit zwei seiner Werke aus Holz; im Hintergrund seine Geburtsort Grüningen. Die Ausstellung "Grüninger wARTe" ist bis 15. Oktober tagsüber im Hoinkdeppe zu bewundern

er Pohlheimer Künstler Michael Hirz auf der Grüninger Warte mit zwei seiner Werke aus Holz; im Hintergrund seine Geburtsort Grüningen. Die Ausstellung „Grüninger wARTe“ ist bis 15. Oktober tagsüber im Hoinkdeppe zu bewundern

POHLHEIM/GRÜNINGEN (rge/ger/rg), Die Arbeit am natürlichen Objekt aus dem Wald ist die Leidenschaft des Pohlheimer Künstlers und Tischlermeisters Michael Hirz. Am Samstag wurde seine Vision mit der Eröffnung der ersten „Grüninger wARTe“, einer Ausstellung seiner Werke aus Holz mit teilweisen Applikationen aus Metall in dem gleichnamigen Pohlheimer Wahrzeichen, wahr. Dabei brachte der 1972 in Grüningen geborene Holzliebhaber, Freunde von Kunst, Musik und Kultur hoch über Pohlheim rund um den volkstümlich als „Hoinkdeppe“ bezeichneten Turm bei diesem außergewöhnlichen Event zusammen. 200 Besucher konnte er in und rund um das durch die Haager UNO-Konvention geschützten historischen Denkmal, begrüßen. Die sahen nicht nur seine kraftvollen, voller Energie steckenden Werke aus dem Naturwerkstoff, sondern hörten auf den „Pohlheimer Highlands“ ebensolche markant schottische Musik mit dem Hüttenberger Dudelsack-Spieler, Stephan Lenkl. Die Band „Livercheese“, unter anderem mit dem in Pohlheim bestens bekannten Gitarristen und Sänger, Marcus Kauer, heizte zudem an diesem nasskalten Spätsommerabend den Gästen ein.

 

Grüninger wARTe: Hoinkdeppe

Grüninger wARTe: Hoinkdeppe

Darunter waren schon am Nachmittag zur Eröffnung neben Pohlheims Stadtoberhaupt, Karl-Heinz Schäfer auch die beiden Stadträtinnen, Kristiane Neuhoff (FWG) und Sabine Scheele (SPD) gekommen. Schäfer lobte in seinen Grußworten, die Idee von Hirz für diese Ausstellung in der „Kulturstadt am Limes“ bei dem sich Denkmal und Kunst in idealer Weise verbinden. Die Stadt Pohlheim unterstütze die Initiativen von heimischen Künstlern gerne. swARTe_Hirz_Michael_InnenHirz dankte herzlich. Von seiner Werkstatt aus hat er die Grüninger Warte immer im Blick, so der Künstler, der vor sieben Jahre seine kreativen Arbeiten am Holz begann. Es entstand im Verlauf die Idee auf den Höhen des „Hoinkdeppe“  mit den Blick auf Schiffenberg, Vogelsberg und Taunus auszustellen. „Scult“ nennt er seine Kunstmarke, dessen Markenzeichen „kultige Skulpturen“ sind. Erstes Werk war damals eine große Adventstele. Der große Römer, der zwischen Garbenteich und Grüningen Wache hält, war ein weiteres Ergebnis seiner Arbeit, das die Menschen fasziniert. In Auftragsarbeiten verwirklichte er seine Idee einer stilisierten schwangeren Frau, die er vorstellt. „Wenn man einen Baumstamm spaltet, erzählt mir dessen Inneres seine Geschichte, die dann in das Werk einfließt.“ sagt er. Auch das Element Wasser in seiner festen Form von Eis erweckt er zum Leben. In Frankfurt ist er regelmäßig rund um Weihnachten beim Erschaffen von Eiskunstwerken zu erleben. Gerne arbeitet er auch mit interessierten Gästen zusammen, denen er Tipps in der Bearbeitung des Werkstoffs gibt. „Als ständiger Ausstellungsraum für Künstler wäre die Grüninger Warte genau richtig“, findet er. Das Denkmal gelte es zu schützen, am Besten mit einem Dach, bringt er als weitere Idee zum Erhalt des Jahrhundertealten Bauwerks ein. Seine Ausstellung „Grüninger wARTe“ ist noch bis zum 15. Oktober 2013 täglich bei Tageslicht zu bewundern. Dann steht das Hoinkdeppe Besuchern offen. swARTe_Hirz_Michael_KopfBei der diesjährigen Limes-Wanderung am 3. Oktober ist zudem seine Ausstellung ein besonderes Ereignis für die Wanderer, denn dort erlebt man einen Pohlheimer Künstler neben seinem besonderen handwerklichen Können auch mit viel Leidenschaft und Liebe zu Naturrohstoffen, die sich in dem Erscheinungsbild seiner Skulpturen einzigartig ausdrücken. Jedes seiner geschaffenen Werke ist ein Unikat. Weitere Informationen auf www.scult.eu.

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