„Liebe für alle. Hass für keinen“

Pohlheimer Baumpflanzung als Zeichen des Miteinanders der Religionen

Ahmydiyya Muslim Jamaat Gemeinde stiftete Säulen-Rotahorn auf Bruchspielplatz

Unter ihrem Leitspruch "Liebe für alle. Hass für keinen" Motto ihrer Gemeinde stiftete die Ahmydiyya Muslim Jamaat Gemeinde aus Gießen den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt Pohlheim einen Baum auf dem Bruchspielplatz. Mit dabei war Bürgermeister Udo Schöffmann sowie seine Mitarbeiter Reiner Burger, Jürgen Triller und vom Bauhof dessen Leiter Martin Becker, die sich für die Baumspende bedankten.

Unter ihrem Leitspruch „Liebe für alle. Hass für keinen“ Motto ihrer Gemeinde stiftete die Ahmydiyya Muslim Jamaat Gemeinde aus Gießen den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt Pohlheim einen Baum auf dem Bruchspielplatz. Mit dabei war Bürgermeister Udo Schöffmann sowie seine Mitarbeiter Reiner Burger, Jürgen Triller und vom Bauhof dessen Leiter Martin Becker, die sich für die Baumspende bedankten.

POHLHEIM/MITTELHESSEN (rge/ger/rg), Einen Säulen-Rotahorn-Baum stiftete die Ahmydiyya Muslim Jamaat Gemeinde aus Gießen den Pohlheimer Bürgerinnen und Bürger. Der Baum der bereist vor einigen Wochen von den Bauhofmitarbeitern in der besten Anpflanzeit auf dem Bruchspielplatz in Watzenborn-Steinberg gepflanzt worden war, wurde am Montag früh von den Mitgliedern der islamischen Gemeinschaft in Anwesenheit von Bürgermeister Udo Schöffmann und seinen Mitarbeitern Reiner Burger, Jürgen Triller und Bauhofleiter Martin Becker offiziell übergeben. Bereits im Januar hatte die Ahmiydiyya-Gemeinde eine Sommerlinde in der Jahnstraße gestiftet. 

Ein kleines Schild an der Wuchshilfe weist auf das Leitbild der Gemeinschaft hin, das „Liebe für alle. Hass für keinen“ lautet. 250 Mitglieder zählt die Gemeinde in der Marburger Straße, davon stammt der überwiegende Teil aus Pakistan. Insgesamt werden aktuell alleine in Deutschland bis zu 40.000 Mitglieder gezählt. Die laut eigenen Angaben in weltweit 240 Ländern aktive islamische Reformbewegung, die um 1880 in Britisch-Indien gegründet wurde, wird ist bei anderen Muslimen umstritten und wird in deren Ländern abgelehnt und verfolgt, wie in der Fachliteratur zu lesen ist.

Pohlheim Bürgermeister Udo Schöffmann erhielt auch für seinen Schreibtisch eine kleine Erinnerung von der Ahmydiyya Muslim Jamaat Gemeinde in Gießen, rechts Dr. Tayyab Shehzad

Pohlheims Bürgermeister Udo Schöffmann erhielt auch für seinen Schreibtisch eine kleine Erinnerung von der Ahmydiyya Muslim Jamaat Gemeinde in Gießen, rechts Dr. Tayyab Shehzad

In dem folgenden persönlichen Austausch im Zimmer des Magistrats wurde aus der Koran-Sure des gemeinsamen Stammvaters der drei großen Religionen, Abraham rezitiert. Mit seinem Vers „Ein schlechtes Wort aber ist wie ein schlechter Baum, der aus der Erde entwurzelt ist und keine Festigkeit hat.“ soll die Baumpflanzaktion besonders als dauerhafter Akt der Völkerverständigung und des friedlichen Dialogs verstanden werden. Deren Sprecher Tariq Riaz informierte über die Gemeinde in Gießen. Er wurde unter anderem von Dr. Tayyab Shehzad und Muhktar Saudka, die für die Jugend- und Altenbetreuung zuständig sind, in Pohlheim begleitet. Das ihre Gemeinde mit der Auslegung des Korans auf friedlichem Geist gegründet wurde, hoben sie hervor und bezeichneten die jüngsten Terroranschläge als unentschuldbare Barbarei. Bürgermeister Udo Schöffmann hatte dem nichts hinzuzufügen, wie er in seinen Dankworten betonte. Er würdigte die Gemeinde für diese schöne Geste. „Ein Baum ist etwas Lebendiges und dauerhaftes, er wird uns alle überleben.“ Er sei ein Zeichen des Füreinanders und Miteinanders und nicht des Gegeneinanders, unterstrich das Stadtoberhaupt. Er erhielt ein Geschenk mit der Inschrift des Leitbildes der Ahmydiyya. Anschließend gab es für alle Teilnehmer dieser Aktion ein gemeinsames Frühstück mit pakistanischen Spezialitäten.

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