„Gloria“ zum Abschied von Kantorin Yoerang Kim-Bachmann

Abschied mit John Rutters „Gloria“ – Letztes Orgel+-Konzert von Kantorin Kim-Bachmann

Kantorin Yoerang Kim-Bachmann geht nach 14 Jahren von Pohlheim nach Düsseldorf

Kantorin Yoerang Kim-Bachmann geht nach 14 Jahren von Pohlheim nach Düsseldorf

POHLHEIM (rg/rge/ger), Es wird ein ganz besonderer Orgel+-Konzertabend am Freitag, den 7. Dezember um 20 Uhr in der Christuskirche in Watzenborn-Steinberg werden. Nicht nur das 20 Musiker der weltbekannten Mainzer Dombläser auftreten, die Gießener Musikerin Marina Sagorski an der Orgel zuhören ist und die Sängerinnen und Sänger des Kirchenchores sowie des Jugendchores der evangelischen Kirchengemeinde den chormusikalischen Rahmen beim „Gloria“ aus der Feder von John Rutter bilden. Es ist viel mehr die Kantorin Yoerang Kim-Bachmann selbst, die dann im Blickpunkt steht. Für sie, die als Initiatorin der Orgel+Reihe namhafte und teilweise weltweit bekannte Instrumentalisten, Sängerinnen und Sängern sowie großen Orchester nach Pohlheim holte ist es das letzte Orgel+-Konzert. Nach 14 Jahren als Kantorin verlässt sie mit ihrer Familie die Limes-Stadt zum Ende des Jahres. Neue musikalische Wirkungsstätte und Wohnort ihrer Familie wird dann die nordrhein-westfälische Landeshauptstadt Düsseldorf, in der die Wurzeln ihres Ehmanns liegen. Mit dem Orgel+-Konzert will sie noch einmal einen hochwertigen konzertanten Schlusspunkt mit den Chören ihrer Watzenborn-Steinberger Heimatgemeinde setzten und damit auch Dankeschön für ihre schönen Jahre sagen.

 

Im September 2004 führte Dekan Frank-Tilo Becher die damals 32-jährige direkt nach ihrem Examen in die neue Kantorenstelle ein. Schon damals, thematisierte Becher die Kunst des Wandels im Leben in seinen Begrüßungsworten an sie gerichtet. Das nahm sich Kim-Bachmann zu Herzen, denn diesem Wandel stellte sie sich persönlich und musikalisch. Ihren evangelischen Kirchenchor und den Gospelchor „Joyful-Voices“ forderte sie, man lernte sich kennen, stellte sich aufeinander ein und akzeptierte am Ende auch die gegenseitigen Eigenheiten. „Es war eine gute Teamarbeit, die Zeit miteinander ein Geschenk.“ unterstreicht sie ihre Zeit in Pohlheim. Die Aufführungen unter ihrer musikalischen Gesamtleitung, bildeten das „Who is Who“ der klassischen sakralen Musik ab. Bachs „Weihnachtsoratorium im Jahr 2005 war ihr gefeierter Einstieg, den weitere Klassiker mit  Mendelssohn-Bartholdys „Elias“ 2007 und 2015, Händels „Der Messias“ 2010, der Rossini-Messe 2011, George Coremanns „Die Schöpfung“ 2013, Mozarts „Requiem“ (2014) und Bachs „Johannespassion“ 2017 folgten, immer mit großem Orchester und national und international namhaften Solisten besetzt. Dazu kamen lebendige Gospelkonzerte mit „Joyful-Voices“, ein Kinderchor wurde von ihr ins Leben gerufen, aus dem letztendlich der aktuelle Jugendchor entstand. Und auch im Dekanat setzte die Kantorin neue Akzente, den gemeinsam mit ihren Kantoren-Kollegen Christoph Körber und Marina Sagorski wurden die kirchenmusikalischen Veranstaltungen, wie die „Nacht der Chöre“, der „Nacht der Kirchenmusik“  und die „Orgel-Radtour“ mit Erfolg ins Leben gerufen. Die Orgel-Schüler im Dekanat werden den Unterricht, der in Korea geborenen Musikerin, ebenfalls vermissen. „Die Begegnungen mit den Menschen und die Arbeit mit der Musik haben mich bereichert.“ sagt sie so auch im Rückblick und freut sich schon jetzt auf viele Konzertbesucher für das Orgel+-Konzert am Freitagabend um 20 Uhr. Der Eintritt ist wie immer frei, eine Kollekte wird erbeten.

 

Endgültig Abschied nimmt Kim-Bachmann übrigens am Sonntag, den 16. Dezember 2018 um 14 Uhr bei einem feierlichen Abschiedsgottesdienst in der Christuskirche. Dann sind ebenfalls alle Bürger herzlich eingeladen.  Übrigens, mit Orgel+ geht es auch nach ihrem Abschied im nächsten Jahr 2019 weiter, bestätigt sie lachend. Ein wenig Wehmut schwingt dabei allerdings mit.

 

 

 

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