Premiere mit drei Flöten und Orgel

Orgel+ in der Christuskirche zu Jahresbeginn

Die Flötenspieler mit dem Organisten beim gemeinsamen Premierenauftritt bei Orgel+ in der Christuskirche Watzenborn-Steinberg

Die Flötenspieler mit dem Organisten beim gemeinsamen Premierenauftritt bei Orgel+ in der Christuskirche Watzenborn-Steinberg

POHLHEIM (rg/rge/ger), Es waren eine Premiere in der Zusammensetzung der Flöten- und Orgeltöne in der Christuskirche Watzenborn-Steinberg zum Auftakt der Orgel+-Konzertreihe im neuen Jahr 2019 am vergangenen Freitagabend. Erstmals spielten die in der Region bekannten Flötenspieler Laura Sattler, Heike Becker und Steffen Steinmetz-Bonzelius sowie an der Orgel Jörg Rainer Becker in dieser Besetzung gemeinsam in einem Konzert auf, wie sie im Gespräch informierten. Dazu passten die von ihnen in ihrer Abendmusik ausgesuchten Stücke aus dem Barock auf ihrer musikalischen Reise durch das Europa der Komponisten Pietro Allsandro Gaspare Scarlatti (1660.1725, Italien), Johann Mattheson (1681-1764, Hamburg), Georg Andreas Sorge (1703-1778, Thüringen), Henry Purcelli (1659-1695, England), Johann Pachelbel (1653-1706, Nürnberg), Christoph Wolfgang Druckenmüller (1687-1741, Verden) und dem deutschen Komponisten Johann Sebastian Bach (1685-1750).

 

So konnte nach dem „Willkommen“ vom Kirchenvorstand Wolfgang Schmandt, der Musiker Jörg Rainer Becker selbst mit zahlreichen Informationen durch das Programm führen. An drei Altblockflöten war Scarlattis „Quartettiono in F-Dur“ ein beschwingter Einstieg im Zusammenspiel mit der Orgel, die das Spiel der drei Flötisten umrahmte aber dabei nicht dominierte. Das die Flöten in der Barockzeit ihre Blütezeit erlebten, beschrieb Becker und wurde folgend musikalisch unterstrichen durch Matthesons „Lentement und Allegro aus der 1. Sonate“ im Soli der Altblockflöten. Zwischen den Flötenstücken war der Organist selbst im Solo mit Sorges „1. „Sonate in B-dur“ im Moderato, Andante und der Fugetta an der Orgel zu erleben. Für Abwechslung war so gesorgt. Die nacheinander imitierenden Sopranflöten von Sattler, Becker und Steinmetz-Bonzelius in Begleitung der Orgel wurden bei der „Sonata in G-Dur“ eines anonymen Komponisten aus Breslau herausgestellt. Was folgte waren die drei Stimmen der Altblockflöten im Purcells „Three Parts upon a ground in f-dur“, die sich in wiederholenden Bass-Stimmen als außergewöhnlich modernes Stück des Barock herausstellten.  Was folgte war der Kanon und Gigue in D-Dur für drei Sopranblockflöten und Orgel vom wohl wichtigsten Komponisten der süddeutschen Orgeltradition Johann Pachelbel. „Chacone in D-Dur“ wurde im Orgelspiel aus der Feder von Druckenmüller aufgeführt, bevor am Ende Bachs 1. Satz aus dem „Orgelkonzert in C, BWV 595“ im Vierklang von Sopran-, Alt-, Tenorblockflöte und Orgel erklang. Die vier Instrumentalisten, allesamt keine Berufsmusiker, unterhielten so die Konzertbesucher an diesem Orgel+-Abend auf angenehm klangvoll-beschwingte Weise zum Jahresauftakt. Das nächste Orgel+-Konzert findet am Freitag, den 1. Februar um 19 Uhr als Duo-Konzert an gleicher Stelle statt. Dann gastieren die Koreanerin Ka Young Lee (Orgel und Klavier) sowie der Schweizer Simon Buser am Originalinstrument des französischen Meisters im Orgelbau, Aristide Cavalill-Coll, dem Poikilorgue. Das harmoniumartige Instrument aus dem 19. Jahrhundert stammt aus Busers Sammlung.

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