Global im Chor-Trend! EUROVISION CHOIR 2019 in Göteborg

EBU-TV-SHOW EUROVISION CHOIR live zum Start der EUROPEAN CHOIR GAMES 2019

Mittelhessische INTERKULTUR mit Präsident Günter Titsch macht Chormusik weltweit populär

EBU_EUROVISION CHOIR _Moderator_Grammy-Winner_Eric Whitacre_2017

FRANKFURT/FERNWALD/MITTELHESSEN (rg/rge/ger), Im Mai wurde in Israel die Teilnehmer des EUROVISION SONG CONTEST2019 von einem Millionen-Publikum weltweit gefeiert. Jetzt folgt am Samstagabend, den 3. August der EUROVISION CHOIR 2019in Göteborg als davon inspirierter Chorwettbewerb, ebenfalls aus dem Hause der European Broadcasting Union (EBU) im Verbund des Öffentlich-Rechtlichen Rundfunks. Kooperationspartner ist neben dem WDR und weiteren Rundfunkanstalten dabei auch die international agierende deutsche Kulturorganisation INTERKULTUR mit Sitz im hessischen Frankfurt und Fernwald. Deren Präsident Günter Titsch wird im Rahmen der TV-Chor-Show die 4. EUROPEAN CHOIR GAMES(ECG) mit dem GRAND PRIX OF NATIONSals Veranstalter eröffnen. Das internationale Chorfestival findet bis zum 10. August in Göteborg statt. Dabei werden 171 Chöre mit 6.300 Teilnehmern aus 47 Nationen erwartet, eine Rekordteilnahme bei den ECG, wie Titsch mitteilt. Viele von ihnen werden bei der TV-Show zur Eröffnung live in Göteborg dabei sein. Die deutschen TV-Zuschauer können im WDR Fernsehen am Samstag, 3. August 2019 ab 20:15 Uhr EUROVISION CHOIR 2020 direkt verfolgen. Der als „Mr. Eurovision“ bestens bekannte Peter Urban wird die Show kommentieren.  Aus Deutschland am Start als Gewinner-Chor der WDR-TV-Show ist BonnVoice.  Die Juroren sind mit Katarina Henryson, der Gründerin der berühmten schwedischen A-Cappella-Gruppe „The Real Group“, dem britischen Komponisten und künstlerischen Ehrenpräsidenten von Interkultur mit John Rutter sowie dem US-Amerikaner Deke Sharon, der unter anderem für den Disney-Konzern, Universal und Sony erfolgreich Chor- und Filmmusik arrangierte, prominent besetzt. Der WDR berichtet im Vorfeld live mit Catherine Vogel und Nora Abu-Qoun aus der Heimatstadt des deutschen Teilnehmerchores Bonn und vor Ort aus Göteborg.

Günter Titsch: "Es gibt weiter einen globalen Trend zum Chorsingen."

Günter Titsch: „Es gibt weiter einen globalen Trend zum Chorsingen.“

Der Pohlheimer Chorfreund und INTERKULTUR-Präsident Günter Titsch erzählt im Interview wie es zur Kooperation mit der EBU und zu dem europäischen Kräftemessen im Chorgesang EUROVISION CHOIR 2019 kam und welche Entwicklungen er in der internationalen Chorszene für die Zukunft erwartet.

RG: Die European Choir Games (ECG) und Grand Prix in Göteborg 2020 stehen kurz bevor. Erstmals werden die ECG mit der TV-Übertragung der Show „EUROVISION CHOIR 2019“ der EBU eröffnet. Wie kam es zu dieser Zusammenarbeit?

 

GT:Im Zuge der Vorbereitungen zu den 3. European Choir Games 2017 im lettischen Riga kamen –auf Initiative von dem international renommierten Chordirigenten Nicol Matt – erstmals alle Beteiligten von der European Broadcasting Union, von INTERKULTUR, vom lettischen TV-Sender LTV und von der Stadt Riga an einem Tisch zusammen, um diese neue TV-Show für Chöre nach Vorbild des Eurovision Song Contest ins Leben zu rufen.

Der Supervisor dieser langjährigen erfolgreichen Produktion bei EBU, Jon Ola Sand, war sehr zuversichtlich, dass dieses neue Projekt mit Interkultur gemeinsam auch im Bereich der Chormusik gelingen und erfolgreich werden wird! Jon Ola Sand und ich beschlossen von nun an sich dieser Sache intensiv zu widmen!

 

Nach dem großen Erfolg der ersten Ausgabe von EUROVISION CHOIR 2017 in Riga waren alle Beteiligten sofort der Meinung, dass diese neue Show auch wieder Teil der nächsten European Choir Games im Jahr 2019 werden soll. Nachdem sich auch ausreichend EBU-Mitgliedssender für eine Teilnahme in diesem Jahr ausgesprochen hatten und unsere Gastgeber in Schweden sich ebenfalls für die Mitwirkung an der Show entschieden hatten, waren die wichtigsten Weichen gestellt und die Vorbereitungen konnten starten.

Damals in Riga 2017 feiern die Teilnehmer und Organisatoren den Siegerchor aus Slowenien

Damals in Riga 2017 feiern die Teilnehmer und Organisatoren den Siegerchor aus Slowenien

RG: Diese Zusammenarbeit hat ja bereits in Riga vor zwei Jahren begonnen. Warum setzt die EBU in der Zusammenarbeit auf INTERKULTUR?

 

GT: INTERKULTUR hat in den vergangenen 30 Jahren in der internationalen Chorszene weltweit und insbesondere in Europa eine starke Position eingenommen. Wir haben inzwischen fast eine halbe Million Sängerinnen und Sänger auf der ganzen Welt mit unseren Veranstaltungen erreicht. Auf Basis dieser langjährigen Erfahrung mit internationalen Chorwettbewerben und künstlerischer Expertise hat INTERKULTUR das Konzept der Sendung entwickelt und gemeinsam mit der EBU erstmals 2017 auf die Bühne gebracht. „Eurovision Choir“ ist der aktuelle Neuzugang in der Familie der Eurovision-Events, deren bekanntester Vertreter der Eurovision Song Contest ist und darauf bin ich sehr stolz!

 

Ganz besonders stolz aber sind wir darauf, dass die meisten beteiligten Länder und Sender bereits jetzt Vorentscheidungen in ihren Ländern austragen und dann „den besten Chor ihres Landes“ zu den Eurovison Choir entsenden!

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EBU-Chef Jon Ola Sand und Interkultur-Chef Günter Titsch nach der erfolgreichen Premiere in Riga 2017

RG: Bei den ECG ist eine Rekordteilnahme im Vergleich zu vor zwei Jahren zu verzeichnen. Sind es das Konzept oder ist es der Veranstaltungsort mit Göteborg in Schweden oder eine Mischung von alledem?

 

GT: Wir haben die European Choir Games als kontinentale Ausgabe Europas – als Teil der World Choir Games – der Olympischen Spiele des Chorgesangs – erstmals 2013 in Graz organisiert. Seitdem fanden sie alle zwei Jahre in verschiedenen Städten in ganz Europa statt und haben sich kontinuierlich weiterentwickelt, sowohl im Hinblick auf die Teilnehmerzahl als auch auf das Rahmenprogramm: Neben der TV-Show „Eurovision Choir“ finden inzwischen während der European Choir Games auch immer hochkarätige Sonderkonzerte mit bekannten Musikgruppen und SängerInnen aus den jeweiligen Gastgeberländern statt. In diesem Jahr sind das beispielsweise das „A Tribute to Avicii“-Konzert oder auch das Abschlusskonzert unter Mitwirkung des Schwedischen Nationalorchesters.

 

Durch den Grand Prix of Nations, welcher seit 2015 immer gemeinsam mit den European Choir Games ausgetragen wird, haben außerdem auch nicht-europäische Chöre die Möglichkeit, bei einem hochkarätigen Wettbewerb in Europa teilzunehmen. Diese Chance wird zunehmend wahrgenommen, auch und insbesondere aus China.

 

Auch das besondere künstlerische Konzept dieser beiden Veranstaltungen ist attraktiv und wirkt sich positiv auf die Teilnehmerzahlen der European Choir Games aus: Anders als bei den World Choir Games ist es bei den European Choir Games nämlich möglich, sich direkt vor Ort bereits in den nächsthöheren Wettbewerb bis zum Grand Prix of Nations zu qualifizieren. So haben die Chöre hier die einmalige Möglichkeit, nicht nur ihren derzeitigen Leistungsstand zu erfahren, sondern sich auch im Wettbewerb selbst noch einmal zu steigern.

 

RG: Zahlreiche Chöre werden wieder aus Asien, besonders aus China erwartet. Was ist der Grund für diese außergewöhnliche Attraktivität aus diesem Erdteil?

 

GT: Der Chorgesang hat in Asien einen einzigartigen Stellenwert. Es gibt zahlreiche Schul- und Hochschulchöre, die sich zum Teil an fünf Tagen in der Woche zu Proben zusammenfinden und natürlich auch ein großes Interesse daran haben, sich auf internationalem Gebiet zu profilieren. INTERKULTUR hat dieses Potenzial schon früh erkannt und bildet schon seit Jahren in regelmäßigen Workshops insbesondere in China Chorleiterinnen und Chorleiter auf dem Gebiet westlicher Chormusik weiter. Dadurch haben wir in China und in ganz Asien viele Kontakte und ein großes Netzwerk zu vielen verschiedenen Chören und Chorleitern aufgebaut, die gerne an unseren Veranstaltungen weltweit teilnehmen.

RG: Worüber freuen Sie sich bei dieser ECG ganz besonders?

GT: Dass die European Choir Games in diesem Jahr mit einer großen internationalen TV-Show eröffnet werden, ist für mich persönlich eine ganz besondere Ehre und macht mich stolz. Seit 2013 bieten die European Choir Games den internationalen Chorsängerinnen und Chorsängern eine Plattform, um gemeinsam zu singen, im Wettbewerb anzutreten, voneinander zu lernen und in einer Woche voller Chorgesang neue internationale Freundschaften zu knüpfen. Eurovision Choir fügt sich auf perfekte Weise in dieses Festival der Chormusik und interkulturellen Begegnung ein und bringt all dies gebündelt auf die internationalen Fernsehbildschirme. Und unsere Teilnehmerinnen und Teilnehmer können vor Ort in der Arena dabei sein und alles live miterleben!

 

RG: Wie geht es in der internationalen Chorszene weiter? Welche Entwicklungen beobachten sie besonders im Blick auf 2020 bei den World Choir Games in Flandern/Belgien?

Auch 2019 in Göteborg soll wieder wie 2017 in Riga der Sieger des EUROVISION CHOIR gefeiert werden

Auch 2019 in Göteborg soll wieder wie 2017 in Riga der Sieger des EUROVISION CHOIR gefeiert werden

GT: Das Singen im Chor ist nach wie vor ein globaler Trend, dem sich aktuell Menschen aller Altersstufen anschließen. Und auch die Idee von INTERKULTUR, dass das gemeinsame Singen die Nationen zusammenbringt („Singing together brings nations together“) wird weiterhin jedes Jahr bei unseren Chorwettbewerben und -festivals an unterschiedlichen Destinationen weltweit erlebt und weitergetragen.

Für die World Choir Games 2020 erwarten wir aufgrund dieser Entwicklung eine Rekordteilnehmerzahl: Wir rechnen derzeit mit 500 Chören und 25.000 Teilnehmern aus rund 70 Nationen. Und auch von unserer Gastgeberregion haben wir viel zu erwarten: Belgien und auch die angrenzenden Niederlande haben eine sehr lebendige Chorszene mit ausgesprochen vielen aktiven Komponisten. Daher glaube ich, dass ein Schwerpunkt der World Choir Games 2020 auf der Aufführung von neuen Werken liegen wird, wodurch die Teilnehmerchöre wertvolle Inspiration für ihre Arbeit und persönliche Weiterentwicklung gewinnen können. Übrigens, aus unserer Heimatregion haben schon zwei erstklassige Chöre mit Cantamus Gießen mit Chorleiter Axel Pfeiffer und Concordia Münchholzhausen mit Matthias Schmidt ihre Teilnahme in Flandern angekündigt.

 

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