Respekt fördern! Pohlheimer Feldfest gegen Stress entlang Wiesen und Wälder

POHLHEIM (rge/ger) – Früher wurden die so genannten Ortsberingwege überwiegend von den Landwirten genutzt, so war es zumindest von den Gemeinde-Planern der 70er Jahre gedacht. Heute hat sich die Nutzung im Zuge des Freizeitverhaltens verändert. Bewusst werden neue Wege auch als Rad- und Wirtschaftswege angelegt, finanziert oft aus Mitteln des Landes und der Europäischen Union. Immer mehr Spaziergänger, Wanderer, Radfahrer und sonstige Nutzer mit modernen Fahrzeugen und allerlei Tier haben nun Begegnungen mit den großen Schleppern und Erntefahrzeugen der heimischen Landwirte, die auf dem Weg zu ihren Feldern sind. Das birgt manchmal auch Konfliktpotential wissen Monika und Wolfgang Sames vom Watzenborn-Steinberger Sames-Hof zu berichten. Um die Menschen, die Felder und Wälder in und um Pohlheim gemeinsam nutzen, im Gespräch zusammen zu bringen hatte Monika Sames die Idee zu einem Feldfest. Das fand am Samstag erstmals statt. Und so kamen am Samstag bis zum Abend verschiedene Menschen zusammen, die die heimische Natur auf verschiedene Art nutzen. Familie Sames hatte gemeinsam mit Helfern und mit Unterstützung vom benachbarten Limes-Hof mit deren Hof-Chefin Anne-Kathrin Häuser, einige Festgarnituren und Heurollen rund um eine kleine Holzbude auf dem Feld unterhalt des Reitzentrums aufgestellt, damit die Gäste gemeinsam am Tisch bei einem kühlen Getränk und Grillwürstchen in gemütlicher Runde ins Gespräch kommen können. „Rücksicht nehmen!“ war so eines der Bitten, die dabei immer wieder zu hören waren. Die einen fahren auf ihren Arbeitsplatz auf ihre Felder und erleben dabei auch schon mal ein wenig freundliches „Blöde Kuh“ berichten so auch die beiden Hof-Frauen, wenn sie mit Großgerät nicht schnell genug für PKW Platz machen können, so auf der illegalen Abkürzung von Watzenborn-Steinberg ins Garbenteicher Gewerbegebiet. Manche Privatfahrer nutzten die mittlerweile sehr breit ausgebauten neue Wege für ihre Rallye-Fahrten durch die Natur, wie entlang des Limes zwischen Langgöns, Linden und Pohlheim zu beobachten. Zumindest die, die an diesem Samstag zum Feldfest gekommen war, stößt diese Form der Nutzung und das geschilderte Verhalten auf Unverständnis. Das Feldfest war zumindest ein erster Anstoß, um auf die Problematik aufmerksam zu machen. Sames betont allerdings, dass die große Mehrheit sich vorbildlich verhält. Sie wünscht sich gemeinsam mit allen anderen Gästen des Feldfestes zukünftig immer öfter ein freundliches „Guten Tag!“ in der Begegnung mit den Menschen im Feld und ebensolche gegenseitiges Verständnis und Rücksichtnahme.

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