Welt-Chorfreund Günter Titsch feiert 65. Geburtstag

POHLHEIM,  Watzenborn-Steinberg (rge/ger/rg), Chorgesang ist sein Leben und mit seiner Leidenschaft für den Gesang hat es den Pohlheimer Günter Titsch in fast alle Teile der Welt verschlagen. Die „Singende Stadt“ Pohlheim hat der heute (Freitag, 28. Januar 2011) seinen 65. Geburtstag feiernde Jubilar mit seinen Aktivitäten als Organisator und Veranstalter von Chorfestivals und Wettbewerben über die deutschen Grenzen hinaus in aller Welt bekannt gemacht.

65. Geburtstag: Günter Titsch inmitten jubelnder Chorsänger in Shaoxing/China bei den World Choir Games im Juli 2010

Das ist vorher noch keinem Pohlheimer Bürger in diesem Maße gelungen, wie dem Sangesfreund Günter Titsch. Der Gründer und Präsident des Fördervereins Interkultur und Vater der ersten Chorolympiade im Jahr 2000 verwirklichte seine Vision von einer weltumspannenden Chorbewegung und demnächst im Jahr 2012 werden erstmals in den USA, die 7. World Choir Games in Cincinnati stattfinden. Aber auch im Alter von 65 Jahren bei dem viele bereits im Ruhestand sind oder gehen ist noch lange nicht Schluss. Er sprüht bis heute voller Ideen in der immer die Völker verbindende Idee des gemeinsamen Chorgesangs im friedlichen Wettstreit im Mittelpunkt steht.

Als er am 28. Januar 1946 in Heidenpiltsch im Sudetenland geboren wurde konnte diesen außergewöhnlichen Lebensweg noch keiner erahnen. Nach der Vertreibung war die erste Station in der neuen Heimat das mittelhessische Dorf-Güll. Von dort zog es die Familie nach Grüningen wo er seine Jugend verbrachte. Nach der Volksschule besuchte er die Vogtsche Privatschule in Gießen. Nach seiner Lehre und weiteren Ausbildung in Frankfurt absolvierte er die Prüfung als Steuerbevollmächtigter, ging später nach Stuttgart und Düsseldorf als Systemanalytiker für den seinerzeit weltbekannten Computerhersteller ICL. 1976 zog es ihn dann in die Selbstständigkeit. Aus seiner Ehe gingen drei Kinder hervor, zwei Mädchen und ein Junge.

Durch sein Hobby „Singen“ beim Gesangverein Eintracht Grüningen bekam er als damalige Vorsitzender des Chores durch eine von ihm initiierte Konzertreise Kontakt zu Chorfreunden in Ungarn. Darauf hin begann seine „neue Kariere“ in der späteren Pohlheimer Partnerstadt Zirc,. In den 70er Jahren außergewöhnlich, konnte er in dem damaligen Ostblock-Staat gute Kontakte knüpfen. Er lernte viele Freunde kennen, mit denen er bis heute noch eng verbunden ist und gründete darauf  eine erfolgreiche Agentur für Chorreisen. Im internationalen Chorbereich begann alles mit Budapest (Ungarn) 1988, aber nicht zuletzt durch die Turbulenzen der Grenzöffnung und den wirtschaftlichen Veränderungen im Ostblock, erweiterte er die Aktivitäten auch nach Westeuropa. In die norditalienischen Stadt Riva am romantischen Gardasee gelegen, wurde im Frühjahr 1990, nach Budapest, nun bereits der dritte internationale  Chorwettbewerb veranstaltet, der in der weltweiten Chorbewegung völlig neue Maßstäbe setzte. Es folgten bis heute Chorevents in den Ländern Volksrepublik China, Republik Korea, Deutschland, Indonesien, Israel, Italien, Malta, Österreich, Tschechische Republik, Schweden, Ungarn und den U.S.A.. In Pohlheim selbst unterstützte man als Partner den Gesangverein Jugendfreund bei einem der Internationalen Chorwettbewerbe im Jahr 1998 und mit dem Gesangverein Eintracht 1869 Watzenborn-Steinberg veranstaltete man im Jahr 1999 das Internationale  Mendelssohn-Bartholdy Chorfestival, gefolgt von einem internationalen Chorwettbewerb des GV Harmonie.

Neben den etablierten World Choir Games (Chorolympiade) gründete er die Weltmeisterschaft für Chormusik, die erstmals im Sommer 2011 in Graz (Österreich) für Kinder- und Jugendchöre stattfinden wird.

Für sein weiteres Lebenswerk hat sich Günter Titsch nun als nächstes Ziel vorgenommen, dass sich die besten Chöre der Welt jeweils bei den Olympischen Spielen im Rahmen der Eröffnungsfeierlichkeiten präsentieren können. Dieser Aufgabe möchte er sich bereits bei den Olympic Games im Juli 2012 in London stellen.

Günter Titsch ist in vielen heimischen Vereinen Mitglied. Soziales Engagement steht bei ihm ganz oben an. Neben seinem Amt als Präsident des Förderverein Interkultur e.V. ist er Ehrenvorstandsmitglied des Sängerbundes Hüttenberg-Schiffenberg. Für seine Aktivitäten erhielt er den Ehrenbrief des Landes Hessen. Die Deutsche Sporthilfe unterstützt er als Kuratoriumsmitglied. Eine besondere Auszeichnung erhielt er aus der Volksrepublik China. Als wohl einziger Deutscher wurde ihm 2009 die Ehrenbürgerschaft der Stadt Xiamen für seine Verdienste im Rahmen der World Choir Games verliehen.

Am Freitag feiert Günter Tisch mit seiner Partnerin Wang Qin, der Familie, Freunden, Bekannten und Weggefährten seinen 65. Geburtstag im Alten Brauhaus im Kloster Arnsburg. Gäste werden weit über die Grenzen von Mittelhessen erwartet.

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